Sitzpositionsanalyse beim Radlabor Frankfurt


Wie ihr euch vorstellen könnt, habe ich schon viele Sättel getestet. Als Top-Modell hat sich bei mir der SQlab 612 ERGOWAVE® herausgestellt. Ich habe ihn auf einem Gravel Bike montiert und fühlte mich während meiner Radreise über 400 km ziemlich wohl damit. Da kam mir die Frage auf: Was passiert, wenn ich den Sattel auf meinem Rennrad montiere?

Dazu habe ich mit Peter vom Radlabor in Frankfurt gesprochen. Er riet mir, den Sattel zu montieren bei Beschwerden aber zu einer Sitzpositionsanalyse vorbeizukommen. Wenige Wochen später, vereinbarten wir einen Termin :) Aber was genau passiert eigentlich bei so einer Analyse? Was wird alles vermessen und sind die Beschwerden nach der Fahrt wirklich besser?

Der IST-Stand

Zunächst bekommt der Kunde ein Profil im System angelegt. Körpergröße, Sportkategorie und Fahrradtyp werden notiert. Anschließend erfolgt eine Kreuzlaservermessung am Körper. Brustbeinhöhe, Schulterbreite, Innenbeinlänge, Ober- und Unterarme, Becken, Außenbein sowie Unterschenkel werden vermessen. Diese Punkte sind wichtig, um vorhandene Differenzen vorab zu erkennen und später die optimale Sitzposition einzustellen. Danach wird auch das Bike eingescannt. Hier sind Sattel- und Rahmenhöhe, Oberrohr- sowie Vorbaulänge, wichtig.

dfgafga
Nicht nur der Körper, auch das Rennrad werden vermessen.

Der Sitzknochenabstand

Ein wichtiger Punkt bei der Sitzpositionsanalyse ist die Vermessung der Sitzknochen. Dazu wird ein Stück Wellpappe auf einen Stuhl gelegt und der Athlet setzt sich darauf. Die beiden Abdrücke ergeben dann den Abstand der Sitzknochen.

Ab auf die Rolle!

Nun wird das Rad auf die Rolle gestellt und ich darf locker treten. Peter schaut sich das Ganze an und lässt eine Videodokumentation zur Kontrolle mitlaufen. Anschließend folgt eine Messung des Kniewinkels, der Sattel wird etwas verstellt und es wird wieder gemessen.

Vermessung des Kniewinkels
Vermessung des Kniewinkels
sdafasdf
Neigung des Beckens auf dem Sattel wird analysiert

Ist die optimale Sitzposition gefunden, gibt´s ein kurzes Feedback und das Video wird ausgewertet. Zusätzlich wird das Rad nochmal eingescannt, um den vorherigen „IST-Zustand“ mit dem jetzigen zu vergleichen. Optional könnt ihr auch noch eine Satteldruckanalyse machen, sollte euch zu einem neuen Sattel geraten werden. Die Analyse-Daten und alle Körpermessdaten werden für euch ausgedruckt, sodass ihr bei anderen Beschwerden oder einem Radneukauf die Werte zur Hand habt.

Fazit

Ich bin mit meiner neuen Sattelposition sehr zufrieden und froh, dass ich bei Peter im Radlabor vorbeigegangen bin. Letztendlich hat die Saison erst begonnen und ich will noch viele Radkilometer auf meinem Wilier Cento10 Air sammeln.

Über Jens Strubel

Jens ist Mitinhaber des Frankfurter Renn- und Triathlonradladen Flamme Rouge Bikes. Als leidenschaftlicher Rennrad- und Criterium-Fahrer gibt er sein Wissen bei TIME2TRI weiter, indem er Artikel rund um die Radthemen schreibt. Neben gutem Espresso und getrockneten Tomaten ist Jens am liebsten bei heißen Temperaturen auf dem Rad unterwegs…

Schreibe einen Kommentar


Nach oben