Bolognese 2.0 – vegan, simpel und einfach lecker!


In der letzten Zeit sprießen sie nur so aus dem Boden: vegane Ersatzprodukte. Ob Tofuwürstchen, fleischfreie Schnitzel oder Frikadellen – es gibt mittlerweile kaum mehr ein Fleisch-Produkt, das nicht nachgeahmt wird. Über Sinn oder Unsinn dieser Produkte lässt sich streiten – Fakt ist: der Trend geht weg vom Fleisch als tägliches Nahrungsmittel.Vegetarier und Veganer haben längst kein Öko-Image mehr und stellen Randgruppen dar – vielmehr sind diese Ernährungsformen mittlerweile salonfähig geworden – beinahe jedes Restaurant, das etwas auf sich hält, bietet heutzutage vegetarische und vegane Alternativen auf seiner Speisekarte an. Einen großen Beitrag dazu leistete nicht zuletzt Triathlet und Vegan-Koch Attila Hildmann, der mit seinen Büchern der veganen Küche ein junges, modernes Image verpasste.

Ich persönlich finde diesen Wandel in der Ernährung sehr gut – auch wenn nicht jeder fleischfrei leben möchte, nehme ich in der letzten Zeit doch ein verstärktes Bewusstsein meiner Mitmenschen wahr, wenn es um die Qualität von Fleisch geht – weg von Billigfleisch aus Massentierhaltung, hin zu nachhaltig produziertem Fleisch, für das man bereit ist, auch ein paar Euro mehr auszugeben. Denn egal, ob Fleischesser oder Veganer: den Respekt vor Tieren sollte man niemals verlieren.

Seit ungefähr einem Jahr ernähre ich mich vegetarisch – was als Experiment aus gesundheitlichen Gründen begann, ist für mich mittlerweile Alltag geworden – bis auf wenige Momente (vorwiegend in Form von Rindswürsten auf dem Grill) habe ich nicht das Gefühl, dass in meinem Leben etwas fehlt – im Gegenteil: durch den Verzicht auf Fleischprodukte durfte ich im vergangenen Jahr so viele Lebensmittel und Rezepte kennenlernen, mit so vielen Zutaten experimentieren und meinen kulinarischen Horizont erweitern, sodass ich meine Ernährungsumstellung als eine echte Bereicherung empfinde.

Ganz zu Beginn meines Vegetarier-Werdens stand ich mit einem Lebensmittel richtig auf Kriegsfuß: Tofu. Mit diesem essbaren, labberigen Radiergummi ohne Geschmack wollte ich nicht so richtig warm werden. Wohl dem, der in seinem Freundeskreis begnadete Köche hat, die sich ebenfalls vegetarisch bzw vegan ernähren, einen vertrauensvoll an die Hand nehmen und in die Welt des Tofus einführen! Hierbei lernte ich auch eines meiner Lieblingsrezepte mit Tofu kennen, das ich gerne mit euch teilen möchte: die vegane Bolognese.

vegane Bolognese (4 von 4)

Eine kleine Anmerkung: ja, Tofu ist aufgrund einiger Studien immer wieder in der Kritik – in Maßen gegessen (und nicht als Convenience-Produkt in Form von Würstchen mit 34985748923847 E-Nummern und künstlichen Zutaten) überwiegen für mich persönlich  jedoch nach wie vor die gesundheitlichen Vorteile, weshalb ich 1-2x wöchentlich meine Mahlzeiten mit Tofu zubereite.

Vegane Bolognesesauce

Zutaten

  • 200g Tofu (natur)
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 rote Zwiebeln (fein gewürfelt)
  • 1 Tube Tomatenmark
  • 1 Pck. passierte Tomaten (500g)
  • 1 Handvoll getrocknete Tomaten (klein gewürfelt)
  • 2 Handvoll frischer Basilikum (grob gehackt)
  • Pinienkerne
  • Salz & Pfeffer
  • ein wenig Süße (Honig, Agavendicksaft, Kokosblütenzucker o.ä.)

Zubereitung

  • Die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett kurz rösten, bis sie leicht braun werden und anschließend zur Seite stellen.
  • Das Öl in einer Pfanne erhitzen und den Tofu hineinbröseln.
  • Mit einem Pfannenwender klein hacken und anbraten, bis die Tofu-Krümel leicht braun werden.
  • die Zwiebeln dazugeben (wichtig! Anders als beim Hackfleisch braten hier erst den Tofu, dann die Zwiebel in die Pfanne geben) und mit den Tofu-Krümeln vermengen, kurz anbraten.
  • Tomatenmark hinzugeben und gut mit dem Tofu und den Zwiebeln vermengen.
  • Salz, Pfeffer, getrocknete Tomaten und etwas Süße hinzugeben
  • das Ganze mit passierten Tomaten ablöschen und für einige Minuten einköcheln lassen.
  • wenn die gewünschte Konsistenz erreicht ist, die gehackten Basilikum-Blätter unterheben und abschmecken.
  • die Pinienkerne können wahlweise direkt in die Sauce untergehoben werden oder ganz zum Schluss auf dem fertig angerichteten Teller garniert werden

Vegane Bolognese (1 von 4)

Für die Lowcarb-Variante kann die Sauce zu Zoodles serviert werden – schmeckt aber auch zu normalen Nudeln einfach super lecker!

Einfach gesund - natürlich essen und genießen
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Bolognese 2.0 - vegan, simpel und einfach lecker!
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In der letzten Zeit sprießen sie nur so aus dem Boden: vegane Ersatzprodukte. Fakt ist: der Trend geht weg vom Fleisch als tägliches Nahrungsmittel.
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Über Stephanie Päthe

Steffie ist die Frau für schöne Dinge. Weil sie gutes Design und das Besondere liebt, gestaltete sie ihren Trainingsplan bis zur Geburt von TIME2TRI mangels gefallender Trainingssoftware noch kreativ per Hand. Steffie macht Sport nicht nur aus Spaß an der Bewegung sondern auch, weil sie Herausforderungen liebt. Apropos: Unsere Kreative liebt das Abhaken von To-Do-Listen und gesundes Essen - ihre Schwachstelle ist allerdings der Ritter Sport-Fabrikverkauf...

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