Grundlagentraining Ernährung Teil 7 – Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien


In den letzten Jahrzehnten ist die Anzahl von Menschen mit Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten sehr stark angestiegen.

Meines Erachtens liegt das natürlich, wie von vielen Wissenschaftlern auch immer wieder bestätigt, an den vielen Umweltgiften, wie z.B. den Toxinen, Pestiziden, Arzneimittelrückständen usw., mit denen wir täglich konfrontiert werden.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten - Pestizide

Aber auch ein anderer Umstand, der z.B. in England und anderen Ländern viel mehr Berücksichtigung findet, sollte dabei näher betrachtet werden. Hierbei geht es um das „Leaky Gut Syndrom“ – also eine zu durchlässige Darmschleimhaut.

„der Tod und die Gesundheit sitzen im Darm“

Schon Paracelsus schrieb: „Der Tod sitzt im Darm“. Ich finde man sollte dieses eigentlich erweitern auf „Der Tod und auch die Gesundheit sitzt im Darm“ – denn wichtige Teile des Immunsystems finden wir ebenfalls in unserem Darm vor. Gerade viele Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die aufgrund dieses „Leaky Gut Syndroms“ verursacht wurden, können langfristig über eine gesunde Darmsanierung geheilt werden.
Das Ganze würde hier unser Kapitel sprengen, aber für alle, die hier Interesse haben mehr zu erfahren, gibt es dazu viele aussagekräftige Seiten im Internet.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten beim Sport

Wie kann ich nun bei der Wahl meiner Ernährung, gerade direkt vor dem Sport oder sogar während des Sports, diese Problematik berücksichtigen?

Generell müssen wir hier erst einmal grundsätzlich zwischen der Allergie und der Unverträglichkeit unterscheiden.

Bei der Allergie ist es immer sinnvoll, medizinische Hilfe und Rat zu suchen!

Schauen wir uns daher eher den Bereich der Unverträglichkeiten an.

Typische Unverträglichkeiten gibt es z.B. in Bezug auf:

  • Gluten
  • Laktose
  • Fruktose
  • Tierisches Eiweiß

Eigentlich weisen immer mehr Nahrungsmittel, vor allen Dingen auch Sporternährungsprodukte, auf die Bestandteile bzw. die Freiheit von gewissen Inhaltsstoffen hin, so dass ich eigentlich nur auf eine bewusste Auswahl achten muss.

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Ein paar wichtige Hinweise

  1. Beim Gluten ist immer zwischen der pathologischen Zöliakie und der Unverträglichkeit zu unterscheiden. So bedeutet z.B. der Hinweis auf einem Produkt „Kann Spuren von Gluten enthalten“ für einen Menschen, der an Zöliakie erkrankt ist , dass er das Produkt nicht verwenden sollte. Für jemanden, der nur an einer Unverträglichkeit leidet, sollte dieses Produkt aber unbedenklich sein.
  1. Viele Menschen leiden an einer leichten Fruktose-Unverträglichkeit, wissen es aber nicht. Unter starker Belastung, wo wir weitaus empfindlicher reagieren, reichen oftmals geringe Mengen an Fruktose, um Magen-Darm Probleme zu verursachen. Viele Gels, Riegel und Getränke enthalten Fruktose. Sollte es also immer wieder zu Magen-Darm Problemen kommen, ist es sinnvoll, mal ein Produkt ohne Fruktose zu testen.
  1. Für Menschen, die mit tierischen Eiweiß, insbesondere Milcheiweiß Probleme haben, ist es oftmals sinnvoll, auf die essentiellen Aminosäuren auszuweichen. Diese gibt es auch aus veganer Quelle (z.B. Hülsenfrüchte).
  1. Isomaltulose, oder auch Palatinose genannt, findet man immer mehr in aktuellen Sporternährungsprodukten. Sie wird kommerziell enzymatisch aus Rübenzucker über eine bakterielle Fermentation gewonnen und ist im eigentlichen Sinne eine Glukose-Fruktose-Kombination. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass Menschen mit einer Fruktoseintoleranz (Unverträglichkeit) hier im Regelfall keine Probleme bei der Verstoffwechslung haben.
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Nahrungsmittelunverträglichkeiten und der Umgang mit ihnen beim Sport
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Immer mehr Sportler sind von Nahrungsmittelunverträglichkeiten betroffen - ob Fruktose, Laktose oder Gluten - wir erklären den richtigen Umgang mit ihnen.
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TIME2TRI GmbH
Über Roger Milenk

Querdenker. Autodidakt. Visionär. Seit über 2 Jahrzehnten vertreibt Roger mit seiner Firma ACS Vertrieb GmbH die Produkte namhafter Hersteller rund um den Triathlonsport und brachte bereits 1993 die ersten Energy-Gels auf den europäischen Markt. Dabei versucht er stets, nicht nur innovative Produkte zu entwickeln sondern diese auch seinen Kunden einfach und verständlich nahezubringen. Insbesondere die Themen rund um Sportlerernährung und Wattmessung liegen Roger sehr am Herzen – bei TIME2TRI sorgt er daher für das Grundlagenwissen in diesem Bereich.

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