Der Rennrollstuhl ist für mich komplett neu: #fragenfreitag mit Christiane Reppe


Christiane ist Paratriathletin und startete bereits mit zwölf Jahren ihre Sportkarriere. Als Teil des deutschen Ski-Nationalmannschaft gewann sie bei Deutschen Meisterschaften und Weltcups mehrere zweite und dritte Plätze. Parallel begann sie mit dem Schwimmtraining und qualifizierte sich bereits 2002 für ihre ersten Schwimm-Weltmeisterschaften in Argentinien und gewann dort zwei Bronze-Medaillen. Wie sie zum Triathlon gekommen ist und welche Paralympischen Spiele sie als nächstes anvisiert, erfahrt ihr bei unserem #fragenfreitag.

1) Mit welcher berühmten Persönlichkeit (bereits gestorben oder noch lebend) würdest du gerne einmal einen Tag verbringen und warum?

Hmm.. mir fällt leider keine Person ein, aber ich würde gern mal einen Tag an einem Filmset eines Hollywood Films verbringen. Am liebsten am Set eines Thrillers!! :)

2) Deine größte Leidenschaft außerhalb des Triathlonsports?

Wenn ich nicht mit dem Triathlon beschäftigt bin, reise ich unheimlich gern und treffe dabei meine Freunde! Manchmal liebe ich mein Leben gerade, weil ich Freunde auf der ganzen Welt habe! Gefühlt bin ich auf meinen Reisen in Trainingslagern nie allein!

Beim Training heißt es immer: Vollgas!
Beim Training heißt es immer: Vollgas!

3) Welcher Wettkampf war dein erster? Welche besondere Erinnerung verbindest du mit ihm?

An meinen allerersten Wettkampf kann ich mich nicht erinnern, denn das ist über 25 Jahre her! Mein erster Triathlon jedoch war erst vergangenen Oktober. Ich hatte mich nach meiner letzten Saison im Paracycling für einen Umstieg zum Paratriathlon entschieden. Meine langjährige Erfahrung als Schwimmerin kam mir dabei natürlich auch zugute. Da ich in der Rollstuhlklasse PTWC starte, weil ich mit einer Prothese nicht Rennen kann, absolviere ich die Radstrecke mit dem Handbike und die Laufstrecke mit dem Rennrollstuhl. Der Rennrollstuhl ist für mich komplett neu. Daher musste ich mir vergangenen Herbst erst einmal einen solchen anfertigen lassen. Dieser kam wirklich erst 3 Tage vor meinem ersten Triathlon an!

„Der Rennrollstuhl kam wirklich erst 3 Tage vor meinem ersten Triathlon an!“

Manchmal scherzen wir noch darüber, wie ich am Abend vorm Wettkampf den Hotelflur auf und ab gefahren bin, um ihn zu testen! Am Wettkampftag habe ich einfach alles auf mich zukommen lassen! Das Rennen habe ich sehr genossen! Und natürlich musste ich aufpassen, dass ich alle Regeln beachte. Das Schwimmen ging, nach langer Zeit außerhalb des Wassers erstaunlich gut, das Handbiken lief hervorragend und wenn man mich fragt, war der Part im Rennrollstuhl einfach nur peinlich! Ich bin aber jemand, der auch mal über sich lachen kann!

4) Was ist der größte Fauxpas, der dir jemals in einem Wettkampf oder im Training passiert ist?

Ich glaube, dass jedem hin und wieder unerwartete Dinge passieren. Ich muss mich immer konzentrieren, dass ich bei Outdoor Trainings, alles dabei habe! Da ich in der Stadt wohne, muss ich mich ins Auto setzen, um gute Trainingsstrecken zu erreichen! Wenn dann etwas wichtiges fehlt und ich nur begrenzt Zeit habe, ärgert mich das sehr!

Christiane liebt ihre Musik
Christiane liebt ihre Musik

5) Was darf in deinem Rucksack niemals fehlen?

Meine AirPods, damit ich unterwegs immer Musik hören kann!

6) Mit welcher Trainingseinheit kann man dich so richtig ärgern?

Prinzipiell mach ich jede Einheit! Ob Grundlage oder Intervalle, das ist mir im Grunde egal. Aber an manchen Tagen mag ich es nicht, wenn mein Coach Dr. Ralf Lindschulten zu lange Intervalle auf den Plan packt. Vor allem nicht, wenn ich sie auf der Rolle fahren muss. Das erfordert sehr viel mentale Stärke. Umso stolzer kann man sein, wenn man es durchgezogen hat!

Christiane beim Wettkampf
Christiane beim Wettkampf

7) Welche 3 Dinge würdest du mit auf eine einsame Insel nehmen?

Hmm.. als erstes würde ich einen unerschöpflichen Vorrat an Sonnencreme mitnehmen. Denn ich hoffe, dass ich die Insel irgendwann verlasse und dann nicht älter aussehe, als ich bin! 😉 Als zweites ein Gerät, wo Musik empfangen werden kann! Und dann natürlich jemand, mit dem ich gemeinsam diese Musik genieße! :)

8) Wer oder was hat dich in deinem Leben am meisten geprägt?

Oh ich glaube, dass ich da keine einzelnen Namen nennen kann! In jeder Phase meines Lebens haben mich die unterschiedlichsten Personen geprägt. Das waren Trainer, Freunde oder kurze Wegbegleiter. Eine absolute Konstante ist natürlich meine Familie, die immer für mich da war.

Christiane
Beim Reisen für den Sport kommt das Sieghtseeing manchmal zu kurz

9) Was wolltest du schon immer mal machen?

Ich würde gern mal irgendwann eine Weltreise machen und mir die schönsten Orte auf der Welt anschauen! Leider kommt das kulturelle Programm auf unseren Reisen für den Sport oft zu kurz, so dass wir meist nicht mehr als die Wettkampfstätte und das Hotel sehen.

10) Vervollständige den Satz: Triathlon ist für mich….

…eine neue Leidenschaft!

Über Lena Nikolakis

Lena ist nicht nur unser TIME2TRI Kreativkopf sondern auch als begeisterte Ausdauersportlerin dem Triathlonsport verfallen. Mit einem Ohr immer am Puls der Zeit weiß sie ganz genau ,welche Themen und Trends die Szene aktuell bewegen. Neben gutem Design und geometrischen Formen ist Lena vor allem für schnelle Motoren und Jan Frodeno zu begeistern...

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