Happy new year! Das erwartet euch in 2017


Silvesternacht, kurz vor 00:00 Uhr. In der TIME2TRI-Zentrale hört man fleißiges Tippen. Nur noch wenige Minuten, dann öffnet sich unser Betatest und ihr alle habt die Gelegenheit, euch bei uns zu registrieren und uns kennenzulernen!

Während wir die letzten Vorbereitungen treffen, sind bei uns gemischte Gefühle am Start. Vorfreude auf das, was in 2017 auf uns wartet – aber auch sehr viel Hoffnung und Respekt. 2017 wird für uns in jeder Hinsicht ein wegweisendes Jahr. Warum dem so ist? Werft mit uns einen Blick hinter die Kulissen unseres Startups.

2014 – wie alles begann

Alles begann mit Sörens Abschlussarbeit. Nach 12 Jahren in einem Angestelltenverhältnis entschloss er sich, noch einmal zu studieren. Die Abschlussarbeit sollte – typisch für ihn – ein Projekt sein, hinter dem er zu 100% steht, in das all sein Herzblut gesteckt werden sollte. Keine Arbeit, die nach 3 Monaten in der Schublade versinkt. Dies war die Geburtsstunde von TIME2TRI.

Im Rahmen einer Umfrage auf facebook lernten wir Simon und seine heutige Frau Sandra aus Stuttgart kennen. Die Beschreibung von Sörens Vision entsprach genau dem, was sie als Trainer für ihre Athleten suchten. Wir trafen uns, mochten uns auf Anhieb – und eine enge Zusammenarbeit entstand. Konzepte, Ideen und Pläne wurden geschmiedet, eine GbR zwischen Sören und Simon wurde gegründet. Wir waren voller Enthusiasmus, Energie und Tatendrang – und lernten schon bald unsere erste Lektion: Gut Ding will Weile haben.

„Gut Ding will Weile haben!“

2015 – erste Schritte

In 2015 erschien unser Startup zum ersten Mal in der Öffentlichkeit. Unser interner Betatest wurde geplant und bekannt gegeben, unsere Website ging live. Erste Gespräche mit Kooperationspartnern begannen. Die Firma Sziols war eine der ersten, die an uns glaubten und uns unterstützten – danke dafür! Auch Triathlon-Größen wie die tri-mag berichteten über uns und unser Vorhaben – wir fühlten uns auf dem richtigen Weg.

Da standen wir nun – vier Vollzeit – Berufstätige – davon drei Angestellte und ein Freiberufler. Sören arbeitete nach Abschluss seines Studiums als Freelancer für seine ersten, eigenen Kunden – und auch, um sich den Luxus leisten zu können, sich nebenbei einen zweiten, unbezahlten Vollzeitjob zu gönnen: TIME2TRI.




Wir kratzten all unsere finanziellen Mittel zusammen – und finanzierten damit zwei Freelancer – eine Grafik-Designerin und einen weiteren Entwickler, der Sören stundenweise bei der Realisierung der Plattform unterstützen sollte. Sie hauten kräftig in die Tasten – und rannten doch von Anfang an dem eigentlichen Zeitplan hinterher. Auch für uns Nicht-Entwickler wurde TIME2TRI zu einem immer größeren Projekt. Unsere Knowledge Base entstand und musste mit Inhalt gefüllt werden – wir arbeiteten uns step by step in Themen wie Social Media Management, Online-Marketing und Vertrieb ein und führten weiterhin Gespräche mit potentiellen Kooperationspartnern, Trainern und Athleten. Wie viel Arbeit hinter so einem Startup steckt und wie lange der Weg bis ans Ziel ist, wurde uns immer mehr bewusst. Sörens Wochen begannen schnell, die 100 Stunden-Marke zu überschreiten. Erst nur ein, zwei Mal. Bis es irgendwann die Regel wurde. Erste Stimmen wurden laut. „Warum hat der Betatest noch nicht gestartet?“ „Ich hab mich bei euch angemeldet – und für was? Für nichts!“ wurde uns öffentlich getwittert. Einzelne Tester schrieben uns eine Mail und sprangen ab, bevor der Betatest live ging. Der Gedanke, das Ganze abzublasen, das Projekt aufzugeben und wieder ein geregeltes Leben zu haben, erschien in einem kurzen Moment unglaublich süß und verlockend.

„wenn Scheiße, dann mit Schwung!“

Doch Sören wäre nicht Sören,  wenn er nicht seinem Lebensmotto „wenn Scheiße, dann mit Schwung!“ treu bleiben würde. Also setzten wir uns im Herbst 2015 zusammen und schauten uns alle tief in die Augen. Wir brauchten Manpower. Geld für Mitarbeiter.  Aus eigener Tasche war das Projekt schon jetzt nicht mehr lange zu stemmen. Sören machte der ständige Wechsel zwischen seinen Freelancer-Projekten (die er zur Finanzierung von TIME2TRI benötigte) und TIME2TRI zu schaffen. An Sport – v.a. den Sport, für den er seine Plattform baute – war für ihn nicht mehr zu  denken. Die Distanz zwischen Stuttgart und Mainz wurde zum Problem – Sören benötigte vor Ort Support – va auch tagsüber, wenn die meisten Angestellten nunmal für ihren Arbeitgeber im Einsatz sind. Doch Dinge wie Termine mit Steuerberatern, Telefonate mit Interessenten und Kooperationspartnern, Betreuung von Athleten und Coaches passieren tagsüber. Wir taten das einzig Richtige: Die GbR wurde aufgelöst, an ihre Stelle trat die TIME2TRI GmbH mit Sören als Hauptgesellschafter und – nach vielen Gesprächen und Überzeugungskraft unserer Steuerberaterin – mir als Mit-Gesellschafter. In dieser Konstellation begannen wir im Oktober 2015 die Geldsuche – parallel zum GoLive unseres Betatests, unseres ersten Social Media Adventskalenders und dem Tagesgeschäft schrieben wir also nun einen Business Plan und fingen an zu pitchen. Die Startup-Beratungen dieser Nation ermutigten uns: 3 Monate sollten mehr als genug Zeit sein, um einen Geldgeber zu finden! Ab Januar 2016 sollte Sören also finanziell den Rücken so frei haben, dass er Vollzeit für TIME2TRI arbeiten kann- ohne parallel noch einen weiteren Job ausüben zu müssen. Weiterhin sollte genügend Spielraum für mind. einen Entwickler vorhanden sein.  Wir ließen uns von der Euphorie anstecken – die „alten Hasen“ mussten schließlich wissen, wovon sie sprachen, oder? Das klang alles total super – in der Theorie. Die Praxis sah leider ganz anders aus.

Stellt euch vor, ihr sitzt vor typischen Bankern, Ende 50, mit Sport so viel zu tun wie ein Elefant mit dem Fliegen. Eine Online-Trainingsplattform für Triathleten war für die Damen und Herren weitab von dem, was sie sich vorstellen konnten. Wären wir Kartoffelbauern gewesen, die eine Kartoffel-Pflückmaschine benötigen – wir hätten sofort sämtliche Zuschläge und Förderungen mit Handkuss bekommen. So begann für uns ein sehr zäher Weg – mit an unserer Seite: die Steuerberatungskanzlei unseres Vertrauens, die so ein Hin- und Her bei der Startup-Finanzierung auch noch nie erlebt hatte und sich mit vollem Einsatz für uns stark machte.

Ende 2015 – ihr ahnt es schon: standen wir noch immer ohne Mittel da – eine Vollzeit – Konzentration auf TIME2TRI war in weite Ferne gerückt.

2016 – dieses verflixte halbe Jahr!

Das Frühjahr 2016 verbrachten wir – neben unseren Vollzeit – Jobs und der Entwicklung und Vermarktung von TIME2TRI – in weiteren Pitches und Gesprächen. Es war nicht zu fassen, durch wie viele Gremien und bis in welche Ministerien unser Antrag gedreht bzw. getragen werden musste. Unsere Gesprächspartner wollten – nach 2 Jahren in denen wir die Firma aus eigener Tasche finanziert haben und jeder Cent in TIME2TRI geflossen ist – noch einmal zusätzliche Sicherheiten in nicht unbeachtlicher Höhe zur Risiko-Streuung vorliegen haben. Wir fragen uns bis heute: wie machen das andere Startups, v.a. diejenigen, die in sehr viel höheren finanziellen Sphären schweben? Sollte einer von euch die Antwort haben: es würde uns wirklich brennend interessieren!

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Rückblick: Vorbereitung eines weiteren Pitches im Januar 2016

Long story short – im Juli 2016 erhielten wir endlich mit viel Hängen und Würgen alle Zusagen und Mittel – und waren fortan damit beschäftigt, das halbe Jahr, das wir verloren hatten, irgendwie wieder einzuholen. Wir launchten TIME2TRI Branches – das Branchenverzeichnis für den Triathlon-Sport und unser ebook, um erste Einnahmen zu generieren und unser Projekt TIME2TRI Wirklichkeit werden zu lassen. Eigentlich war geplant, eine Grund-Version unserer Athleten-App schon für die Saison 2016 fertig zu haben und den Coach am Jahresende nachzuliefern – daraus wurde leider nichts. Wir haben unglaublich hart daran gearbeitet, die verlorene Zeit wieder reinzuholen – doch ein halbes Jahr bleibt ein halbes Jahr – und wir bleiben auch nur Menschen und keine Zauberer.

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Unser Kochbuch: einfach gesund – natürlich essen und genießen

2017 wird wegweisend

2017 wird für uns in vielerlei Hinsicht wegweisend. Ab heute habt ihr die Möglichkeit, euch zum offenen Betatest von TIME2TRI anzumelden und uns kennenzulernen. Bis 01.03. werden regelmäßige Updates und Features hinzukommen und die Athleten-Software wird – sowohl in einer kostenlosen Basis-Version als auch in einer kostenpflichtigen – jedoch erschwinglichen – Premium-Version verfügbar sein. Parallel dazu wird die Entwicklung unsere Coach-Plattform in enger Zusammenarbeit mit einem jetzt schon feststehenden, geschlossenen Kreis von Triathlon-Coaches beginnen – sodass 2017 für uns hoffentlich das Jahr wird, in dem wir unser Projekt live schalten, unseren Traum Wirklichkeit werden lassen können.

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Vorschau: TIME2TRI Athlete

Damit uns das gelingt, dafür brauchen wir euch! Vor nicht allzu langer Zeit erhielten wir eine Nachricht, die uns verärgerte: der Verfasser beklagte sich über seine bisherige Software, die mittlerweile veraltet war – da der Betreiber „das ja nur nebenbei betreibt“ – selbstverständlich wolle er jedoch eine moderne, zeitgemäße Software – natürlich kostenlos, versteht sich.

Ein Vorhaben wie unser Startup TIME2TRI finanziert sich nicht aus Herzblut, Luft und Liebe. Wir sind darauf angewiesen, dass die Menschen, die unsere Produkte konsumieren und gut finden, auch den ein oder anderen Euro in unser Sparschwein werfen – denn ansonsten sind wir die nächsten, die eine veraltete Software anbieten müssen, weil wir das „ja nur nebenbei“ betreiben können. Also, ihr Lieben:

  • erzählt euren Freunden und Bekannten von TIME2TRI!
  • wenn ihr auf der Suche nach einem schönen Geschenk seid oder Lust auf frischen Wind in eurer Küche habt: kauft unser ebook (hier auch als Print-Version in limitierter Auflage erhältlich)!
  • bringt die Triathlon-Dienstleister eures Vertrauens zu TIME2TRI Branches – dem Branchenverzeichnis für Triathleten!

…und solltet ihr gute Kooperationspartner kennen oder selbst einer sein: meldet euch gerne bei uns, wir freuen uns, von euch zu hören!

In diesem Sinne: wir wünschen euch ein frohes, neues Jahr 2017 – und freuen uns, wenn es dieses Jahr zusammen mit eurer Hilfe für uns heißt: Zeit für Triathlon.

Euer Team von TIME2TRI.

Über Stephanie Päthe

Steffie ist die Frau für schöne Dinge. Weil sie gutes Design und das Besondere liebt, gestaltete sie ihren Trainingsplan bis zur Geburt von TIME2TRI mangels gefallender Trainingssoftware noch kreativ per Hand. Steffie macht Sport nicht nur aus Spaß an der Bewegung sondern auch, weil sie Herausforderungen liebt. Apropos: Unsere Kreative liebt das Abhaken von To-Do-Listen und gesundes Essen - ihre Schwachstelle ist allerdings der Ritter Sport-Fabrikverkauf...

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