Liebe auf den zweiten Blick: der Formbelt im Test


Stauraumprobleme! Ich bin mir sicher, jede Frau kennt sie. Denn: Sportbekleidung für das weibliche Geschlecht verfügt in einem Großteil der Fälle über eine Gemeinsamkeit: es gibt an ihnen keine Taschen. Vor dem Sport – insbesondere vor langen Läufen – ist dann oft basteln angesagt: wohin mit Schlüssel, Handy und Co?

Mir sind in den letzten Jahren schon die kreativsten Lösungen begegnet. Ein in die Schnürsenkel montierter Haustürschlüssel. Handys in aus Sportsocken gebastelten Oberarm-Bändern. Die Vielfalt der Ideen zeigt: ich bin mit meinen Stauraum-Problemen nicht allein.

Einen recht pragmatischen Ansatz habe ich im Rahmen meiner letzten Marathonvorbereitung gewählt: ich habe mir kurzerhand einfach ein Radtrikot angezogen und meine Utensilien in den Rückentaschen verstaut – sogar ein Gel hatte dort noch Platz.
Aber muss das wirklich des Rätsels Lösung sein? Wenn man den Herstellern von Lauf-Equipment glauben mag: nein! Der Markt bietet zahlreiche Lösungen. Rucksäcke und Taschen, die man sich über den Rücken schnallt, Taschen für den Oberarm sowie Bauchtaschen und -gürtel.

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Das Problem bei den meisten dieser Lösungen: sie wackeln beim Laufen und sitzen nicht wirklich optimal. Ich habe mich daher auf die Suche nach dem perfekten Laufgürtel gemacht. Er sollte

  • atmungsaktiv sein
  • nicht drücken
  • nicht rutschen
  • nicht wackeln
  • sicheren Stauraum für mein Handy, meinen Schlüssel, ein wenig Geld sowie ein Gel bieten
  • nicht zu schwer sein
  • nahtlos sein (Schnallen können leicht zu Pilling der Kleidung führen)

Die Lösung?

Bei meiner Suche ist mir immer wieder ein Hersteller begegnet: Formbelt. Laut eigener Aussage ist der Formbelt die Nr. 1 unter den Laufgürteln – kein Rutschen, kein Wackeln, ein Gürtel, den man beim Laufen kaum spürt.

Der Gürtel ist nicht mit einer Schnalle verschließbar sondern aus einem umlaufenden, elastischen Funktionsmaterial gefertigt, man schlüpft in ihn von den Füßen an hinein wie in eine Hose und zieht ihn nach oben. Durch die Breite von ca. 8 cm haben laut Herstellerversprechen gängige Smartphones bis zu einer Größe von 5,5 Zoll problemlos Platz, darüber hinaus sorgt die Breite des Gürtels dafür, dass die im Formbelt aufbewahrten Gegenstände nicht rutschen.

Der Formbelt ist in verschiedenen Größen erhältlich – bei der Bestellung muss man seinen Hüftumfang kennen, damit der Gürtel richtig sitzt.

Der erste Eindruck

Die Erwartungen waren hoch, als der Formbelt bei uns zu Hause ankam.  Der erste Eindruck war sehr positiv: das Material, aus dem der Formbelt gefertigt ist, ist nicht nur atmungsaktiv sondern sehr fest. Durch das feste Material werden Gegenstände im Gürtel tatsächlich gut fixiert.

Über drei Schlitze an der Oberseite des Gürtels können Gegenstände eingefüllt werden. Für Schlüssel ist ein separater kleiner Haken an einem Band im Inneren des Gürtels vorgesehen, sodass sie noch einmal separat gesichert werden können.

Formbelt-Laufgürtel-Infografik – Quelle: Formbelt

Das Anziehen des Formbelts klappte problemlos, so wie vom Hersteller beschrieben. Ich hatte anfangs zwar ein paar Zweifel, ob der Gürtel wirklich rutschfest ist, einen ersten Test mit Hüpfen, Springen und ein paar Jumping Jacks meisterte er jedoch mit Bravour.

Der Härtetest

Auf meinen ersten Lauf mit dem Formbelt war ich sehr gespannt. Ich habe neben meinem Haustürschlüssel noch mein Handy sowie ein wenig Geld mitgenommen und im Gürtel verstaut. Leider fing der Gürtel schon nach den ersten 1000m an, sich zu lösen und Richtung Taille zu rutschen – ich war den kompletten Lauf über damit beschäftigt, den Gürtel wieder an seine vorgesehene Position zu rücken. Von wackelfreiem, rutschfestem Tragen konnte also erstmal keine Rede sein.

Im Nachhinein betrachtet jedoch kein Wunder: der Gürtel hat keinerlei Anti Rutsch – Vorrichtung. Dass glatter Stoff auf glattem Stoff irgendwann anfängt zu rutschen, liegt für mich auf der Hand.

Formbelt-Laufgürtel-Infografik - Quelle: Formbelt
Formbelt-Laufgürtel-Infografik – Quelle: Formbelt

Auch bei unserer männlichen Testperson konnte der Gürtel anfangs nicht überzeugen: da Männer im Gegensatz zu Frauen in der Taille – / Hüft – Region etwas gerader geschnitten sind, kam es hier zwar zu keinem Rutschen des Gürtels nach oben – allerdings drehte der Gürtel sich beim Laufen seitwärts, sodass sich das Handy der männlichen Testperson ein Stück aus der Öffnung herausschob.

Die Lösung!

Das Grundprinzip des Formbelts fand ich richtig klasse – die Verarbeitung war hochwertig und so, wie ich mir einen Laufgurt vorstelle. Bereit, dem Gürtel noch eine zweite Chance zu geben, bestellte ich mir kurzerhand eine Tube Anti Rutsch – Paste. Normalerweise verwendet man diese Paste für Anti Rutsch – Socken – in meinem Fall sollte sie für einen sicheren Sitz des Formbelts sorgen.

Ich habe die Paste einmal ringsherum in einzelnen, langen Strichen gemäß Packungsbeilage aufgetragen und trocknen lassen. Was soll ich sagen – seither ist das mit dem Formbelt und mir ganz große Liebe. Kein Wackeln. Kein Rutschen. Er hält bombenfest auf Höhe meines Hosenbundes- also dort, wo er auch sein soll. Handy, Schlüssel und Co. sind in ihm sicher verstaut. Ich möchte den Gürtel auf keinen Fall mehr missen und trage ihn mittlerweile nicht nur beim Laufen sondern auch beim Radfahren.

Auch in der Freizeit hat sich mein modifizierter Formbelt als perfekter Begleiter entpuppt- ob beim Wandern oder im Urlaub – gerade so Dinge wie Handy, Ausweis und Geld sind in ihm sicher und am Körper verstaut und vor Langfingern geschützt – jedoch gleichzeitig für einen selbst schnell griffbereit.

Preise und Quellen

Der Formbelt ist in vielen verschiedenen Farben sind bei Amazon erhältlich. Preislich liegt er je nach Größe und Farbe zwischen 14,99 und 18,99 EUR.

Anti Rutsch-Paste gibt es bereits für kleines Geld im Bastelgeschäft oder hier.

Fazit

Der Formbelt verspricht, der beste Laufgürtel zu sein – das Potenzial dazu hat er definitiv, es scheitert jedoch an der glatten Oberfläche der Gürtel – Rückseite. Durch die Modifizierung mit ein wenig Anti Rutsch – Paste ist der Gürtel jedoch der perfekte Begleiter für alle Lauf- und Radeinheiten sowie in der Freizeit. Der Preis von unter 20 EUR ist fair und gerechtfertigt.

Von mir gibt es daher 4,5 von 5 Sternen!

4,5 Sterne

Über Stephanie Päthe

Steffie ist die Frau für schöne Dinge. Weil sie gutes Design und das Besondere liebt, gestaltete sie ihren Trainingsplan bis zur Geburt von TIME2TRI mangels gefallender Trainingssoftware noch kreativ per Hand. Steffie macht Sport nicht nur aus Spaß an der Bewegung sondern auch, weil sie Herausforderungen liebt. Apropos: Unsere Kreative liebt das Abhaken von To-Do-Listen und gesundes Essen - ihre Schwachstelle ist allerdings der Ritter Sport-Fabrikverkauf...

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