#Triday: Bikefitting – worauf du bei der Anbieterwahl achten solltest


Happy #Triday! Heute widme ich mich dem Thema Bikefitting. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie viel ein wirklich gutes Bikefitting bringen kann – und auch, dass es dabei tatsächlich um Millimeter geht.

Wenn ihr nicht nur aerodynamisch optimiert, sondern auch biomechanisch optimal auf eurem Rad sitzt und diese Position auch über 90 oder gar 180 Kilometer halten könnt, dann gibt es nichts anderes, das eure Geschwindigkeit dermaßen erhöhen kann. Vom Komfort ganz abgesehen. Ein paar – komplett subjektive – Tipps zum richtigen Bikefitting:

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  • Bei der Auswahl des richtigen Fittings solltet ihr sorgfältig sein. Es gibt einige sehr gute Anbieter und mindestens genauso viele Trittbrettfahrer, die euch das Schwarze aus dem Carbon lügen und die wildesten Märchen versprechen
  • Der Fitter sollte euren Körper verstehen – nicht nur auf dem Rad. Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler oder Ärzte haben da oft einen Vorteil. Ansonsten hilft viel Erfahrung natürlich immer
  • Zu Fitting gehört, dass ihr eure Sportgeschichte erzählt, nach Verletzungen, Vorlieben und Zielen gefragt werdet
  • Eine Untersuchung eurer Beweglichkeit und eventueller Einschränkungen gehört ebenso dazu
  • Es gibt im Triathlon drei wichtige Kontaktpunkte mit eurem Rad: Sattel, Pedale und den Lenker mit den Armpads und den Extensions. Sie spielen alle ineinander. Ein Fitter sollte das wissen und entsprechend agieren
  • Eine Sitzposition, die aus aerodynamischer Sicht optimiert ist, muss nicht die Schnellste sein. Jedes Mal, wenn ihr euch aufrichtet, weil Rücken, Nacken oder andere Körperstellen schmerzen, verliert ihr mehr Zeit, als in einer vielleicht etwas „langsameren“, aber bequemeren Position
  • Der Fitter sollte dein Feedback anhören und einbeziehen
  • Wenn sich euer Trainingszustand oder die Beweglichkeit ändern, kann ein erneutes Fitting sinnvoll sein
  • Manche Experten sind wirklich gut ohne jegliche Hilfe. Aber technische Unterstützung bei Druckmessungen, Winkeln, Zeitlupen und der Auswertung machen das Fitting einfacher und meist sehr viel genauer
  • Ihr solltet am Ende eure Werte alle gut aufbereitet mit nach Hause bekommen und wissen, wie ihr euer eigenes Rad (wenn ihr es nicht beim Termin dabei hattet) entsprechend einstellen könnt
  • Manche Anbieter sind richtig gut – in einem Spezialgebiet. Ich selbst gehe deshalb nicht nur einen einzigen Weg und lasse mich schon lange in Sachen Effizienz und Kraftübertragung von Jens Machacek betreuen. Meine Aerodynamik habe ich auf der Radbahn mit STAPS optimiert
  • So individuell wie ihr seid, so unterschiedlich sind auch die verschiedenen Anbieter und ihre Ideen. Sucht euch jemanden, der euren Ansprüchen am besten liegt. Denn auch die können ja sehr unterschiedlich sein
  • SEID EHRLICH ZU EUCH SELBST! Wer Rückenschmerzen hat und im IRONMAN nicht unter sechs Stunden fahren kann, der braucht keine Sitzposition mit der Nase auf dem Vorderrad.
  • Eine Sitzposition ist immer ein Kompromiss: Wer aerodynamisch ALLES rausholen will, wird weniger Komfort in Kauf nehmen müssen – und umgekehrt.

Foto: James Mitchell Photography

Über Andi Böcherer

Aus der Freude an der Bewegung, der Lust auf Abenteuer und der Suche nach den eigenen Grenzen hat Andi Böcherer mit dem Triathlon angefangen. Seinen ersten Triathlon hat der Freiburger 2002 absolviert und 2008 seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Andi ist unter den besten Fünf beim Ironman Hawaii gewesen, Europameister geworden und landet bei fast jedem Wettkampf auf dem Podium. Sein Motto: „Don’t dream of a magic day, train for a solid day!“

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