Final countdown: die erste Mitteldistanz steht bevor


Unglaublich, wie schnell die Zeit seit meinem Saisonstart in Hamburg vorbeigegangen ist! Nun steht es also an, mein persönliches Saisonhighlight und mein erster Start auf einer Mitteldistanz. Ich werde am Sonntag beim Cologne Triathlon Weekend starten. In den letzten drei Wochen standen längere Radausfahrten, gespickt mit Intervallen, in der Regel zwei bis drei Mal schwimmen – sowohl im Becken als auch im Freiwasser – und zwei bis drei Laufeinheiten an.

Es ging auch einmal die Woche ins Fitnessstudio, um mit Stabilisations- und funktionellen Kraftübungen an der Athletik zu arbeiten. So kam ich pro Woche Woche immer auf ca. 11 Stunden Training, was einerseits super war, weil ich in der kurzen Zeit Fortschritte merken konnte.

„manchmal sind solche Umfänge schwer mit dem Alltag und Privatleben zu vereinbaren“

Auf der anderen Seite, ihr kennt das, sind solche Umfänge manchmal schwer mit dem Arbeitsalltag und dem Privatleben mit der Partnerin zu vereinbaren. Deshalb fiel auch mal eine Schwimmeinheit aus (sorry Coach!), weil es zeitlich ein Hexenwerk gewesen wäre, diese Einheit noch irgendwo einzubauen.

letzte Schwimmeinheit (Bild: Christopher Brüschke)
letzte Schwimmeinheit (Bild: Christopher Brüschke)

Nun steht also das Tapering an. Ich hatte am Montag einen Ruhetag und am Dienstag 90 Minuten auf dem Rad mit kurzen, sehr knackigen Intervallen. Mittwoch durfte ich noch einmal 60 Minuten laufen, dabei ebenfalls im Mittelteil kurze und schnelle Intervalle. Donnerstag ist noch einmal Ruhetag und am Freitag Morgen 30 Minuten im Freiwasser schwimmen sowie nochmal abends ebenfalls für 30-40 Minuten aufs Rad. Samstag werde ich mich dann auf den Weg nach Köln machen. Am Samstag stehen dort auch schon Wettkämpfe an (Sprint und olympisch), welche ich mir schon mal anschauen werde, um in Stimmung zu kommen. Am Abend gibt es noch einen 20-minütigen Aktivierungslauf und natürlich die obligatorische Pizza. Am Sonntag startet für mich das Abenteuer „erste Mitteldistanz“ um 11:40, also zeitlich sehr entspannt, sodass ich fast ausschlafen und dann meine Wettkampfroutine starten kann. Diese besteht dann wieder – wir erinnern uns – aus 2 Brötchen mit Honig, Kaffee und Iso bis zum Wettkampf. Vor Ort werde ich mich dann nochmal warmlaufen und 20 Minuten vor dem Start ein letztes Gel nehmen. Und dann geht es schon los!

Bild: Nina Bakker
Bild: Nina Bakker

Natürlich habe ich mir auch eine kleine Strategie zurechtgelegt, auch wenn diese nicht in Stein gemeißelt sein soll, weil ich mich dadurch auch nicht allzu sehr stressen lassen will. So soll es im Idealfall aussehen:

Schwimmen

Das ist für mich am schwierigsten einzuschätzen. Da es im Fühlinger See eine Regattabahn gibt und mit Neo geschwommen wird, hoffe ich auf eine Zeit nach den 1,9km von ca. 33 Minuten.

Rad

In den beiden Rennen davor habe ich nach dem Abstieg vom Rad beim Laufen gemerkt, dass mir immer die Kraft in den Beinen gefehlt hat um das zu laufen, was ich eigentlich laufen kann. Der Grund war sehr wahrscheinlich, dass ich zu unkontrolliert bzw. für meine Verhältnisse zu hart gefahren bin (im Schnitt 39km/h). Deshalb werde ich auf den 90km einen Schnitt von 35km/h anpeilen. Heißt also eine Zeit von ungefähr 2:35h bis 2:40h. Am Rad werde ich eine Flasche mit Iso sowie eine mit Wasser haben, da ich mich unterwegs mit zwei Gels versorgen werde.

Bild: Nina Bakker
Bild: Nina Bakker

Laufen

Da ich noch nicht einschätzen kann, was meine Beine nach den 90km sagen werden, will ich am Anfang einen Schnitt von 4:30min/km angehen. Es gibt dann nach 5 Kilometern zwei Optionen: Entweder den Schnitt halten bis zum Schluss, oder mal schauen, ob auch 4:20min/km gehen. Ich weiß natürlich, dass am Ende alles passieren kann – auch, dass ich explodiere. Aber ich bin eben ein Freund von offensiven Renntaktiken. Am Ende will ich alles rausgelassen haben, was ich an Körnern und mir über die Monate antrainiert habe, es wird also hoffentlich eine Zeit von ca. 1:35h.

Daumen drücken für Christopher!
Daumen drücken für Christopher!

Das sind aber alles nur Zahlen, und ich werde während des Rennens versuchen, auf meinen Körper zu hören, damit er mir am Ende nicht doch noch was um die Ohren haut und sagt „bis hierhin und nicht weiter, Kollege!“. Nächste Woche werdet ihr mit allen Details erfahren wie es lief! Drückt mir die Daumen!

 

Über Christopher Brüschke

Christopher ist als Quereinsteiger aus dem Fußball ein echter Triathlon-Rookie und bestreitet im Jahr 2018 seine ersten Wettkämpfe. Dennoch hat er sich gleich für sein erstes Jahr das Ziel gesetzt, seine erste Mitteldistanz mit einem guten Ergebnis zu finishen. Auf TIME2TRI berichtet Christopher über seinen Weg dorthin mit persönlichen Einblicken in sein Training, Ernährung, Equipment, Rennberichten und vielem mehr.

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