#Triday: Der richtige Reifendruck und der Rollwiderstand


Friday is #Triday!

Heute machen wir zusammen Druck – Reifendruck.

Für mich als Profi ist im Wettkampf ein geringer Rollwiderstand entscheidend. Das heißt aber nicht, dass ich meine Reifen bis zum Maximum aufpumpe. Denn erstens sinkt der Rollwiderstand irgendwann nicht mehr entscheidend und zweitens muss ein prall gefüllter Reifen über alle Unebenheiten drüber hüpfen, was weder bequem, noch schnell ist. Außerdem haftet er in Kurven, beim Bremsen und bei Nässe schlechter.

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Im Training fahre ich gern etwas weniger Druck, weil das dem Komfort deutlich spürbar verbessert. Den größten Komfortgewinn liefern übrigens breitere Reifen. Während ich im Rennen die aus aerodynamischer Sicht beste Kombi aus 23 mm vorn und 25 mm hinten montiere, finde ich im Training Reifen bis zu 28 mm noch besser. Die werden dann mit entsprechend weniger Druck gefahren.

Wie viel Luft solltet ihr also in Wettkampf und Training in eure Pneus pressen? Ganz grob kann man die Formel Fahrergewicht/10 anwenden. Bei zum Beispiel 73 kg also 7,3 bar. Es hängt allerdings stark von Reifenbreite und Fahrergewicht ab, weshalb das vor allem für 23 mm Reifen gilt. Man sollte dabei aber immer die Obergrenze des vom Reifenhersteller angegebenen Wertes (8 bis 9 bar) beachten und selbst als schwerer Fahrer nicht darüber hinaus pumpen. Wenn man von der Formel für 23 mm ausgeht, kann man für 25 mm etwa 0,5-0,7 bar weniger pumpen, bei 28 mm nochmal 0,5-0,7 bar weniger.

Foto: Privat

Über Andi Böcherer

Aus der Freude an der Bewegung, der Lust auf Abenteuer und der Suche nach den eigenen Grenzen hat Andi Böcherer mit dem Triathlon angefangen. Seinen ersten Triathlon hat der Freiburger 2002 absolviert und 2008 seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Andi ist unter den besten Fünf beim Ironman Hawaii gewesen, Europameister geworden und landet bei fast jedem Wettkampf auf dem Podium. Sein Motto: „Don’t dream of a magic day, train for a solid day!“

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