Rückblick: das war der Racing Aloha Skating Tag


Es ist Samstag, der 13.01.2018, der Wecker klingelt um 7 Uhr. Ich quäle mich aus dem Bett und lasse mir den ersten Kaffee aus der Maschine. Beim Blick aus dem Fenster…Nebel. So ein Mist, es war doch Kaiserwetter vorhergesagt! Egal – ab in die Klamotten und in der Garage noch schnell Ski, Stöcke, Schuhe, Bälle, Hütchen und Ringe ins Auto geworfen. Bei der Fahrt den Riedbergpass hoch gehe ich nochmal meinen Plan für den Tag durch. Auf der Passhöhe (1407 m. ü. NHM) grinst mir, in Sonne gehüllt, das Riedbergerhorn entgegen…es wird ein schöner Tag, das weiß ich aus Erfahrung. Die Straße führt aber erst nochmal ins Nebelmeer.

Am Schwabenhof, ein Gasthof 2km vor Balderschwang, ist unser Treffpunkt. Dort parke ich mein Auto und schnalle mir die Ski an um schon mal die Loipe zu checken. Wie sind die Bedingungen? Wo können wir unser Warmup starten?

Die ersten Teilnehmer trudeln um 8:45 am Treffpunkt ein, um 9:15 ist die Truppe komplett und bereit für den Start. 25 motivierte Athleten haben den Weg nach Balderschwang auf sich genommen.

Nach einer knappen Begrüßung bewegen wir uns zu unserem Übungsgelände und beginnen die erste Einheit mit einem Kennenlernspiel: alle haben nur noch einen Ski am Fuß und die Stöcke lassen wir komplett weg. Mit zuerst einem Ball werfen wir uns mit Nennung des Namens den Ball zu, später mit zwei Bällen.

Racing Aloha Skating Tag

Aufgrund der doch zahlreichen Teilnehmer und dem unterschiedlichen Können teilen mein Kollege Christian und ich die Gruppe in Fortgeschrittene und Beginner auf.

Christian geht mit den Fortgeschrittenen direkt auf die große Runde. Der Fokus liegt hier definitiv auf der Verbesserung der Technik und dem effizienten Laufen. Die Devise lautet: mit weniger Kraftaufwand mehr rausholen – also alles wie immer. 😉
Trotz all der Euphorie und Vorfreude bleibt meiner Bande ein bisschen Theorie nicht erspart. „Welche Techniken kennt ihr bei Skaten?“, ist meine erste Frage.

Ich gehe davon aus, dass alle den letzten Blog gelesen haben und tatsächlich kommt wie aus der Pistole geschossen: Eins: Eins, Zwei: Eins und Zwei: Eins am Berg. Wie oft sie diese Begriffe heute noch hören werden, wissen sie zu diesem Zeitpunkt zum Glück noch nicht.

Wir beginnen mit den ersten Übungen. Ohne Stöcke, dafür mit beiden Ski, werden die Techniken imitiert.

Racing Aloha Skating Tag

Es fällt noch ein Bisschen schwer, den Armschwung ohne Stock in der Hand zu vollziehen, aber wichtig ist es, gleich zu Beginn den Bewegungsablauf so einzuschleifen, dass er zum Automatismus wird. Allgemein gilt die Annahme, dass man eine Bewegung 10.000-mal richtig machen muss, um sie zu automatisieren.

Um 10 Uhr hat es die Sonne geschafft und bricht langsam durch die Wolkendecke – ich wusste doch, dass wir nicht enttäuscht werden!

Nachdem wir die einzelnen Techniken ohne Stöcke und mit je einem Stock imitiert haben, wird es Zeit für ein bisschen Spaß.

Die Übungsrunde, die extra präpariert wird, ist ungefähr 250m lang, bietet aber genug Abwechslung, um einen Slalomparcour zu setzen und mit Schwung in die anstehende Linkskurve zu rutschen. Ich bin von den Teilnehmern begeistert, denn die ersten Erfolge sind schon zu sehen. Mit diesem guten Gefühl gehen wir an die nächste Herausforderung im Le Mans Start durch den Tiefschnee zu den bereit gelegten Ski. Gewinner ist, wer als erstes in der Bindung und den Stockschlaufen ist und den anderen davonläuft. Alle sind sich einig: das war ein riesen Spaß!

Mit strahlenden Gesichtern und den ersten Anzeichen eines Sonnenbrandes begeben wir uns zu unserem Ausgangspunkt am Schwabenhof, die wohlverdiente Mittagspause steht an. Zuerst werden aber trockene Klamotten angelegt – gesund bleiben ist das oberste Gebot.

An den Tischen wird heiß diskutiert und die neuen Erfahrungen ausgetauscht – eine wahre Freude für uns von Racing Aloha, denn genau das wollen wir erreichen. Die Begeisterung an der Bewegung wecken und das Ganze in einer lässigen, um nicht zu sagen: Aloha-Atmosphäre.

 

Der Racing Aloha Skating-Tag soll in einem Staffelwettkampf gipfeln. Dafür laufen die beiden Gruppen in den Bereich der Scheuenloipe, denn das am Vormittag erlernte will ja entsprechend ausprobiert und präsentiert werden.

Die „Wettkampfstrecke“ ist ungefähr 1 Kilometer lang und gespickt mit Anstiegen, schnellen Abfahrten und zackigen Kurven. Aus zwei Gruppen werden vier gemacht und da fällt auch schon der Startschuss. Die unaufhaltbare Nervosität ist deutlich zu spüren: hier sind Gewinnertypen am Start!
Racing Aloha Skating Tag

Die Stimmung ist angeheizt, die Positionen wechseln mit jedem Athleten. Wie das Rennen ausging? Ich glaub das ist mir entfallen. :) Nach groben Schätzungen hab ich aber seit langer Zeit mal wieder die 10 mmol Laktat geknackt. Ich will gar nicht wissen, wie es den anderen so ergangen ist.

Nun stehen nur noch ein gemütliches Auslaufen und das Gruppenbild an – als ob alle noch nie etwas anderes gemacht haben, wird für das Bild posiert und Moritz drückt ab.

Racing Aloha Skating Tag

Auch auf diesem Weg möchte ich mich nochmal im Namen von Racing Aloha bei jedem einzelnen Teilnehmer bedanken. Ihr seid der Hammer und die Fortschritte waren nicht zu übersehen, ich hoffe ihr hattet genauso viel Spaß wie wir!

Wir sehen uns im nächsten Jahr – Aloha!

Über Markus Weeger

Wie in vielen Familien wurde auch Markus das Langlaufen in die Wiege gelegt. In jungen Jahren rechnete aber niemand damit, dass der gebürtige Erlanger sein Hobby zum Beruf machen und den Sprung in den Skilanglauf Weltcup schaffen könnte. Seinen größten internationalen Erfolg feierte der inzwischen überzeugte Wahlallgäuer bei der Juniorenweltmeisterschaft 2011 im estnischen Otepää, als er nach dem Vizeweltmeistertitel zwei Tage später ganz oben auf dem Treppchen stand. Anfang 2017 entschied sich der ehemalige Sportsoldat dazu, seine Langlaufski an den Nagel zu hängen. Sein Weg führte über kleinere Umwege zur der in der Triathlonszene einschlägig bekannten Agentur Hannes Hawaii Tours. Dort betreut er die Teams Racing Aloha und Allgäu Ein&Zwanzig und kümmert sich um die Organisation und Durchführung der agentureigenen Events.

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