#roadtoroth – auf dem Weg zur ersten Langdistanz: noch 6x schlafen


Die meisten Triathleten juckt es wohl in den Fingern und Füßen, einmal die kompletten 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und 42,2km Laufen am Stück, ohne Pause, alleine und schnellstmöglich zu absolvieren. Vor allem nach einigen Jahren auf den kürzeren Distanzen kommt oft unweigerlich der Punkt, an dem die Bewältigung der Distanz an sich keine Herausforderung mehr darstellt und man in Richtung des nächsten Levels schielt.

Ich trug den Gedanken einer Langdistanz bereits seit längerer Zeit mit mir herum, jedoch lediglich als unspezifisches Ziel ohne ein konkretes Jahr im Hinterkopf, in dem dieser Gedanke Realität werden sollte.

Idealerweise weiß man für das Abenteuer Langdistanz auch ein stabiles Umfeld aus Freunden und Familien um sich, die das Projekt mittragen und unterstützen. Ich habe das große Glück, ein solches Umfeld zu haben und auch im Freundeskreis von Triathlon-Infizierten umgeben zu sein.

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So kam im letzten Jahr eines zum anderen. Während einer Autofahrt zu unserem nächsten Liga-Wettkampf entstand im Bus die Idee, eine Langdistanz zu absolvieren. Sorglos von Teamkollegen Robin in den Innenraum geworfen, stimmte unser zweiter Teamkollege Ramon sogleich mit ein und auch ich ließ mich zu der Aussage „bin dabei!“ hinreißen.

Die Trainingspartner waren also schonmal gefunden. Was für einen Effekt das Ganze noch haben sollte, werdet ihr später lesen. Schnell war ebenfalls klar: wir werden unsere erste Langdistanz nirgendwo anders als im Triathlon-Mekka Roth absolvieren.

Die Roth Rookies

Mitgefangen, mitgehangen gilt für Ramon, Robin und mich also seit der Idee im Auto.

Das sind die Protagonisten:

Ramon, 30 Jahre jung und dank seiner anatomischen Gegebenheiten insbesondere beim Schwimmen und Radfahren ein echter “Könner”. Er besitzt das beneidenswerte Talent, mit wenig Training enorme Trainingsfortschritte und Ergebnisse zu erreichen. Seine angenehme, immer entspannte und lockere Badische Art, gepaart mit seinem trockenem Humor hat so einige überlangen Trainingsstunden erträglich gemacht.

Ramon

Robin, ebenfalls 30 Jahre alt, hat den Stein für unsere #roadtoroth ins Rollen gebracht. Robin ist unser Daniel Düsentrieb und ebenfalls bekannt für seine verrückten Bastel-Ideen. Er überrascht seine Trainingskollegen saisonal auch gerne mal mit einem selbst entwickelten LED Weihnachtsbaum oder einem vollmotorisierten Longboard, das bei seiner letzten Testfahrt mit satten 45 km/h durch das Schwabenland donnerte. Zuletzt versuchte er, für seine Liebste für den Roth-Support einen Tretroller zu tunen und mit einem Motor zu unterstützen. Leider hat die selbst gedrehte Motorhalterung dem Drehmoment nicht standgehalten und ist gebrochen. Wir sind gespannt, was er für unseren großen Tag in Roth noch bastelt.

Robin

Ebenfalls ein Rookie in Roth ist Thomas. Er wird seine Premiere in Roth allerdings bereits am Freitag im Rahmen der Challenge 4all geben. Thomas ist ein wichtiger Baustein bei unserem Unterfangen. Als Triathlon-Frischling macht er zwar erst im zweiten Jahr  Triathlon, hat uns aber über die komplette Vorbereitung hinweg immer wieder gerne begleitet, vorzüglich supportet und bei Laune gehalten.

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Und zu guter Letzt ich, Simon: mit 32 Jahren im besten Langdistanz-Alter. Meiner Leidenschaft Triathlon komme ich 24/7 nicht nur durch mein eigenes Tun als ambitionierter Triathlet seit nunmehr über 10 Jahren nach, sondern auch als Trainer in meiner Selbstständigkeit bei S:Hoch2 Sports und meiner Tätigkeit bei TIME2TRI.

Bild: Sportograf
Bild: Sportograf

Warum Roth?

Die Wahl des Schauplatzes unserer ersten Langdistanz fiel auf Roth – und zwar aus gutem Grund. Ich bin selbst sehr ehrgeizig und wusste, dass ich meine erste Langdistanz nicht mit dem Ziel, einfach nur irgendwie die Ziellinie zu erreichen, sondern vielmehr mit hoch gesteckten, persönlichen Ambitionen angehen werde. Eines dieser Ziele wäre dabei sicher der Traum aller Triathleten gewesen: Hawaii. Für die erste Langdistanz aber vielleicht ein zu hohes Ziel. Um mir diesen Druck nicht selbst aufbauen zu müssen, sollte es also schonmal kein IRONMAN- Rennen werden. Als Staffelteilnehmer und Zuschauer kannte ich Roth bereits sehr gut und war schon immer von diesem Wettkampf und der Stimmung fasziniert. So wurden also Ramon und Robin vor Ort kurzerhand überzeugt. Nach unserem Teamwettkampf 2017 in Ebenweiler (uff d’r schwäbische Alb!) fuhren wir nach Roth, um das Spektakel zu bestaunen und unseren Platz direkt am Montag zu ergattern.

der Montag nach Roth. Bild: privat
der Montag nach Roth. Bild: privat

Ein paar Stunden später waren wir um einige Euros ärmer , aber auch jeder von uns um einen Startplatz reicher und das Abenteuer “erste Langdistanz” konnte beginnen.

#roadtoroth

Wir möchten euch in dieser Woche auf unsere persönliche #roadtoroth mitnehmen, euch Einblicke in die Vorbereitung, das Training, die Learnings und Überraschungen geben. Noch 6x schlafen. Packen wir es an.

Über Simon Schlichenmaier

Simon ist Triathlet aus Passion und will nicht nur sportlich immer besser werden. Sein Ziel ist es, durch TIME2TRI diese Leidenschaft an andere Athleten weiterzugeben. Als User der ersten Stunde ist er bei TIME2TRI besonders kritisch und will die perfekte Software als Trainingsbegleiter. Privat ist Simon ein "Mitesser" und spekuliert immer darauf, dass andere ihre Portion nicht schaffen.

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