Sauwettertraining – eine Anleitung zum Durchhalten


In meinem letzten Beitrag habe ich einen ersten Versuch unternommen, dir das Outdoor-Trainning schmackhaft zu machen. Wenn das nicht funktioniert hat, kommt hier Level 2.

Vielleicht wurde dir beigebracht, dass Sonne und mollig warme Temperaturen kurz und knapp gutes Wetter genannt werden. Als schlechtes Wetter gilt alles andere. Stimmt? Warum eigentlich? Und noch wichtiger: möchtest du deine Meinung überdenken?

Freu dich auf dein Ziel und arbeite darauf hin

Wenn das so ist, wirst du dich im Moment vielleicht noch schwer tun, Veränderungen bewusst positiv zu begegnen. Aber stell dir vor, du hast ein Ziel und darfst dafür etwas tun. Du darfst darauf hinarbeiten.

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Das macht nicht jeder. Der Mensch ist gerne faul, leider. Und so verweilen viele in ihrer sicheren und bekannten Komfortzone. Sie werden nie erfahren, was wirklich in ihnen steckt.

„Faulheit: der Hang zur Ruhe ohne vorhergehende Arbeit.“ – Immanuel Kant

Manche Menschen mögen abrupte Wechsel. Das ist vertretbar, solange es der Gesundheit nicht schadet. Nach einer OP o.Ä. von 0 auf 100 gehen zu wollen, finde ich fatal.

Für diejenigen, denen es schwer fällt, in den Wintermodus zu schalten, habe ich hier eine kleine Anleitung:

  1. Unterteile die Handlung zwischen „sportfreier Zeit“ und „aktiver Zeit“ in Handlungsschritte, z.B.
    1. Ich entschließe mich laufen zu gehen, auch wenn es dunkel, nieselig und kalt ist.
    2. Ich sammle meine Laufklamotten zusammen (besser noch: du stellst sicher, dass ein Stapel frischer Laufklamotten immer griffbereit da liegt – ready to go, ohne Ausreden und Hindernisse).
    3. ich motiviere mich – und das ist individuell verschieden – mittels Bildern (ich sehe mich laufen und fühle, wie gut es mir tun wird und wie stolz ich auf mich sein werde, dass ich bei dem Wetter rausgehe und nicht kneife), einem Motto („Zeit für mich. Ich investiere in meine Gesundheit und stärke mein ‚Immunsystem'“), einem Motivationssong oder einem anderen Motivationsritual.
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    4. Ich laufe los und fokussiere die schönen Dinge des Seins, z.B. die frische Brise, die klare Luft, meine tollen Klamotten, die mir das Laufen ermöglichen. Wenn es dir hilft, denk an die Couch Potatoes, die zuhause auf dem Sofa „versacken“ und dich bewundern.
    5. Motiviere dich während der Aktivität mit motivierenden inneren Dialogen, z.B. „Nach diesem Aufstieg habe ich schon die Hälfte geschafft“ oder „Noch 15 Minuten leiden. Was ist das schon auf den Tag gerechnet?“ oder male dir aus, wie toll du deinen Körper über den Winter in Schuss hältst. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Nutze deine Gedanken, um dich zu supporten!
BikeInDusche
Wenn du auch so eine coole Bike-Dusche hast, freue dich darauf!

Feuere dich an, treibe dich an, motiviere dich freundlich und lobend.

Meiner Meinung nach, ist das Allerwichtigste in Veränderungsprozessen die Selbstwertschätzung. Achte dich selbst, dein Können, deine Entwicklung, deinen Körper und mute dir eine dementsprechend sinnvolle Dosis an Veränderungen zu. Du hast diesen einen Körper. Gehe achtsam und wertvoll mit ihm um. Er hat schon Großes geleistet und wird noch Großes leisten können, wenn du ihn pflegst.

Über Astrid Ecke (sportsbirne)

Astrid hat ihre eigenen Triathlon-Disziplinen: Mountainbiken, Bergsteigen und Tennis. Als alpine Ausdauersportlerin hat die Mentaltrainerin schon so manche Extremsituation gemeistert. Bei TIME2TRI sorgt Astrid mit vielen Tipps und Tricks für Kopfarbeit und mentale Stärke - und Bestleistung, wenns drauf ankommt.

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