Schwimmbad Knigge – so verhaltet ihr euch richtig


Das Schwimmen im öffentlichen Badebetrieb kann schon mal schnell zur nervenaufreibenden Trainingseinheit werden. Mit unserem Schwimmbad-Knigge schafft ihr es, euer Training respektvoll und stressfrei zu absolvieren.

Wer kennt sie nicht, die Schwimmer, die mittig auf der abgeleinten Trainingsbahn schwimmen? Oder langsamere Schwimmer, die kurz vor der eigenen Wende noch losschwimmen und damit den eigenen Rhythmus unterbrechen?

Wenn sich jeder an ein paar einfache Regeln hält, hat jeder Spaß während dem Training und gewinnt vielleicht sogar neue Trainingspartner.

Vor dem Training

Bereits vor dem Training solltet ihr schonmal das Treiben im Wasser beobachten. Gibt es eine Gruppe von Schwimmern, die gemeinsam trainieren? Haben sich auf den unterschiedlichen Bahnen bereits Tempo- oder Schwimmstil-Gruppen gebildet? Schwimmen sie gemeinschaftlich „im Kreis“ oder verteidigt jeder seine eigene Bahn? Gibt es Schwimmer, die andere Bahnen kreuzen und ständig ausweichen müssen?

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Beim Training

  • Abgeleinte Bahnen: bei zwei Schwimmern kann man nach Absprache nebeneinander schwimmen, sodass jeder eine Hälfte der Bahn hat. Bei mehr als zwei Athleten ist dies nicht mehr möglich und so wird im Kreis geschwommen. Ähnlich wie beim Autofahren gilt hier das Rechts-Schwimm-Gebot.
  • Freies Becken: in einigen Schwimmbecken sind außerhalb der Vereinszeiten keine Bahnen für Schwimmer abgesperrt. Aber auch hier gibt es bereits Schwimmer, die ihre Bahnen ziehen. Ist nicht ausreichend Platz für alle vorhanden, sprecht einen ähnlich schnellen Schwimmer in seiner Pause kurz an und fragt, ob ihr euch die Bahn teilen könnt und im Kreis (gegen den Uhrzeigersinn) schwimmt. Hat jeder ausreichend Platz,  achtet darauf, dass ihr auf einer Linie eure Bahnen zieht – die Kacheln oder die Bahnmarkierungen am Beckenboden helfen bei der Orientierung.
  • Startsprung: wenn man nicht der erste Schwimmer im Becken ist, gilt es, das Eintauchen ins Wasser vorsichtig anzugehen. Der Sprung vom Startblock empfiehlt sich zumeist nicht und ist oftmals im öffentlichen Schwimmbetrieb auch nicht gestattet. Um in das Becken zu gleiten, empfiehlt es sich, sich auf den Beckenrand zu setzen und von dort aus hineinzurutschen.
  • Rücksichtnahme: wenn ihr ein Programm habt, das ihr nachschwimmen wollt, ihr euch aber die Bahn mit anderen teilt, beachtet, dass ihr ausreichend Abstand zum Schwimmer vor euch habt – ständiges „auf-die-Füße-Schlagen“ ist tabu. Kommt man sich in die Quere, muss man einen Kompromiss eingehen und die Intervallpausen anpassen. Schaut auch vor dem Abstoß, ob nicht ein schnellerer Schwimmer naht, welchen man noch kurz durchlassen sollte – so verhindert ihr unnötige Überholvorgänge.
  • Überholen: ist man der schnellere Schwimmer auf der Bahn, muss man vor dem Beginn des Überholvorgangs auf eventuellen Gegenverkehr achten. Zudem sollte der Vorgang im ersten Drittel der Bahn begonnen werden, sodass man ausreichend Zeit hat, um den Vorgang vor dem Bahnende (und somit dem Wenden) zu beenden. Merkt man als langsamerer Schwimmer, dass man überholt wird, sollte man möglichst weit rechts schwimmen und sich dann hinter dem schnelleren Schwimmer einordnen.
  • Wenden: kurz vor der Wende solltet ihr euch umsehen – zuerst einmal nach hinten, um sicherzustellen, dass kein schnellerer Schwimmer naht. Wartet ihr kurz am Rand, sodass er euch überholen kann, vermeidet ihr ein Überholmanöver auf der Bahn. Zusätzlich solltet ihr darauf achten, dass nicht gerade ein anderer Schwimmer unachtsam startet.
Schwimmwende
Schwimmwende
  • Wasserschatten: im öffentlichen Badebetrieb treffen nicht immer nur Leistungsunterschiede aufeinander. Oftmals findet man auch einen Schwimmer, der genau das eigene Tempo oder minimal schneller schwimmt. Wenn im Wasserschatten geschwommen wird, gilt ein ständiger Körperkontakt als nervig und zu vermeiden.
  • Pausen: in jedem Trainingsplan sind Pausen vorgesehen. Dabei soll man die anderen Schwimmer nicht blockieren und aufhalten. Pausen werden in der Bahnecke abgehalten und nicht in der Mitte – hier wird gewendet. Auch für einen kurzen Plausch oder zum Ansagen des nächsten Intervalls hält man sich in den Ecken auf.

Tretet bei eurem Training einfach offen und freundlich gegenüber anderen auf, so lernt ihr eventuell auch neue Trainingspartner kennen.

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Über Simon Schlichenmaier

Simon ist Triathlet aus Passion und will nicht nur sportlich immer besser werden. Sein Ziel ist es, durch TIME2TRI diese Leidenschaft an andere Athleten weiterzugeben. Als User der ersten Stunde ist er bei TIME2TRI besonders kritisch und will die perfekte Software als Trainingsbegleiter. Privat ist Simon ein "Mitesser" und spekuliert immer darauf, dass andere ihre Portion nicht schaffen.

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