Cleveres Stressmanagement im Sport. Frust als treibende Kraft.


Kräme dich nicht. Oder doch?

Ein Fehler deinerseits, eine falsche Entscheidung seitens der Wettkampfleitung oder unfaires Verhalten anderer Wettkampfteilnehmer kann Frustration und Stress auslösen. Da lohnt es sich, das Stressmanagement im Sport näher zu beleuchten.

Wir alle kennen Zähne fletschende Fußballer, schreiende Tennisspieler, handgreifliche Eishockeyspieler uvm. Dieses Verhalten ist nicht nur bei Profis zu beobachten, insbesondere im Hobbybereich gilt es als „professional-like“, eine Show abzuziehen. Hier wird ein Anreiz geschaffen, mit dem Thema Stress mal anders umzugehen.

Die Abwärtsspirale. Kein ressourcenvoller Bereich.

Vielleicht hast du schon einmal die Abwärtsspirale am eigenen Leib erlebt. Ein Fehler, du fluchst. Noch ein Fehler, du ärgerst dich und schimpfst dich aus. Es folgen weitere Fehler, du zweifelst an dir. Und so es geht weiter abwärts in die emotionale Sackgasse. Dass dann keine Bestleistung abgerufen werden kann, dürfte klar sein.

Ein cleveres Ziel wäre es, diesen Bereich so schnell wie möglich zu verlassen. Wie? Das erfährst du hier im Überblick.

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Energieeffizienter Umgang mit Frustration.

Im Training dürfen Fehler analysiert und ausgewertet werden, im Training kann man sich auch mal in der Stressspirale bewegen. Im Wettkampf allerdings ist die Fehleranalyse fehl am Platz. Analysiert wird nachher. Im Wettkampf selbst ist es ratsam, Fehler zu bemerken und als solche stehen zu lassen. Dies lernt man am schnellsten mit Übungen zur Achtsamkeit, die jeder Mentaltrainer anbieten sollte.

Mach dir den Frust zunutze.

Frust ist Energie. Nutze sie, um sie in sinnvolle, d.h. dir nützliche, Energie umzuwandeln.

„Frustmanagement ist individuell. Für jeden funktioniert etwas anderes.“

Sprich positiv mit dir, wenn dir ein Fehler unterläuft. Bemerke den Fehler und leite umgehend Maßnahmen ab, die du umsetzen kannst. Oder lächle und richte den Blick nach vorne, auf das Kommende. Oder ignoriere den Fehler, wenn es einer war, dessen Bewegungsabläufe du beherrscht, der „halt einfach mal so“ daneben ging.

Jetzt ist Schluss.

Wie mit jedem Ziel muss es einen Anfang geben. Wenn du dich in einer Abwärtsspirale befindest, gib dir die Chance, aus der Reihe zu treten. Sag dir ‚Jetzt‘ oder ‚Ab jetzt‘ oder was-auch-immer bei dir zieht. Ermögliche dir – zeitlich betrachtet – die Wende. Auch räumlich betrachtet gibt es vielfältige Möglichkeiten, hier eine als Beispiel: lass den Frust nicht an dein Sportgerät aus, auch wenn es dich gerade ärgert. Besser ist es, die Sache oder das Ereignis auszuschimpfen und es dann gemeinsam mit dem guten Sportgerät auf ein Neues zu probieren.

Über Astrid Ecke (sportsbirne)

Astrid hat ihre eigenen Triathlon-Disziplinen: Mountainbiken, Bergsteigen und Tennis. Als alpine Ausdauersportlerin hat die Mentaltrainerin schon so manche Extremsituation gemeistert. Bei TIME2TRI sorgt Astrid mit vielen Tipps und Tricks für Kopfarbeit und mentale Stärke - und Bestleistung, wenns drauf ankommt.

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