Techniktraining


Den Begriff „Techniktraining“ hat jeder Sportler schon mal gehört. Techniktraining ist für jede Sportart wichtig und kann dabei helfen, schneller zu werden sowie Fehlbelastungen und Verletzungen vorzubeugen.

Im Rahmen des Schwimmtrainings ist der Technikblock oft schon ein genereller Bestandteil jeder Einheit – beim Laufen und Radfahren wird das Techniktraining dagegen nur selten in der Trainingsplanung berücksichtigt.

Das liegt vor allem daran, dass Schwimmen technisch komplex ist und die Bewegungsabläufe beim Schwimmen keiner alltäglichen Bewegung ähneln. Beim Schwimmen steht von Anfang an der Kampf gegen das ungewohnte Element Wasser, was schon gleich mal die Atmung erschwert, bevor es überhaupt um Armzug oder Beinschlag geht. Laufen können wir schon seit der Kindheit – doch besteht Laufen wirklich nur darin, einen Fuß vor den anderen zu setzen? Für das Radfahren gilt das gleiche: wir lernen schnell, das Gleichgewicht auf dem Drahtesel zu halten und durch größere Umfänge verbessert man sich schnell.

Techniktraining macht in allen drei Sportarten Sinn, um die Bewegungen ökonomisch und ohne Gefährdung der Gesundheit auszuüben. Beim Schwimmen ist die Schulter am meisten gefährdet, beim Laufen das Knie und beim Radfahren der Rücken. Mit Techniktraining kann alldem vorgebeugt werden.

Wie wird das Techniktraining in die Einheit eingebaut?

Wichtig ist, sich vorher ausreichend aufzuwärmen. Das Techniktraining sollte direkt im Anschluss an die Aufwärmphase folgen, da der Kopf und die Muskulatur jetzt noch fit sind und komplexe Bewegungen ausführen und speichern können.

Beim Schwimmen ist das Techniktraining sehr breit aufgestellt – von Übungen zum Wassergefühl (Scheibenwischer), über Kombinationen (Brust-Arme mit Kraul-Beinschlag) bis hin zu den unzähligen klassischen Übungen (Kraul-Abschlag) kann hier eine Vielzahl an Übungen aneinander gereiht werden, soweit Sie zum Schwerpunkt der Technikeinheit passen (bspw. gleiten).

Teste in deiner nächsten Schwimmeinheit einmal, wie es sich anfühlt weniger verschiedene Übungen zu machen, sondern nur 3, dafür diese aber immer 2x (bspw. gleiten: Abschlagschwimmen, Schulter-Kopf-Tippen, 1 Brustarmzug + 2 Brustbeinschläge (auf die Körperstreckung achten!))

Beim Radfahren geht es primär um einen runden Tritt sowie Radbeherrschung. Dazu bieten sich Übungen wie einbeiniges Radfahren oder Slalomfahren um Hütchen an. Auch das einhändige sowie das freihändige Fahren zählen zum Techniktraining und sind wichtig für die Radbeherrschung. Auch durch den Einsatz eines Mountainbike oder Cyclocrossrads kannst du dein fahrerisches Können trainieren. Zum Verbessern der  Radbeherrschung versuche, dich langsam durch einarmiges radeln (auf freier und gerader Strecke!) an das freihändige Fahren zu gewöhnen.

Fortgeschrittene können ihre Motorik trainieren, indem sie die rechte Lenkerhälfte mit der linken und die linke Lenkerhälfte mit der rechten Hand greifen und gerade aus fahren!

Auch für Fortgeschrittene gilt: lieber zuerst mit einem Arm anfangen und sich auf freier Strecke darauf konzentrieren.

Beim Laufen gibt es – dem Lauf-ABC sei Dank – eine große Vielzahl an Übungen zur Lauftechnik (Kniehebelauf), aber auch zum Körpergefühl (Fußgelenksarbeit, Barfußlaufen). Ziel beim Lauf-ABC ist es, die einzelnen Phasen des Laufens (Schwungphase, Abdruckphase, Flugphase und Landephase) isoliert zu trainieren und sich selbst für eine saubere Lauftechnik zu sensibilisieren. Mit Kontrastübungen, dem bewusst übertriebenem „falsch machen“, kann man spüren, wie sich eine unsaubere / ineffiziente Lauftechnik anfühlt.

Versuche, in deiner nächsten Laufeinheit für einen kurzen Abschnitt ohne Körperspannung und Abdruck zu laufen, um dann direkt danach die nächsten Meter mit bewusster Körperspannung und Abdruck zu laufen.

Wichtig ist, dass das Techniktraining innerhalb einer Einheit auf einen Trainingsschwerpunkt fokussiert wird, im Schwimmen zum Beispiel nur auf die Gleitphase oder beim Laufen nur auf die Flugphase. Während der restlichen Einheit bleibt ein Gedanke immer bei diesem Fokus. In der nächsten Einheit sucht man sich dann den nächsten Schwerpunkt heraus.

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Techniktraining im Triathlon
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Den Begriff "Techniktraining" hat jeder Sportler schon mal gehört. Techniktraining ist für jede Sportart wichtig und kann dabei helfen, schneller zu werden sowie Fehlbelastungen und Verletzungen vorzubeugen.
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Über Simon Schlichenmaier

Simon ist Triathlet aus Passion und will nicht nur sportlich immer besser werden. Sein Ziel ist es, durch TIME2TRI diese Leidenschaft an andere Athleten weiterzugeben. Als User der ersten Stunde ist er bei TIME2TRI besonders kritisch und will die perfekte Software als Trainingsbegleiter. Privat ist Simon ein "Mitesser" und spekuliert immer darauf, dass andere ihre Portion nicht schaffen.

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