Triathlon ABC – Es ist Zeit für Triathlon (Teil 1)


TIME2TRI stellt dir ab sofort mit der mehrteiligen Serie „Triathlon ABC – Es ist Zeit für Triathlon“ den Triathlon-Sport in seinen einzelnen Disziplinen vor. Den Beginn macht der Weg durchs Wasser bis zur ersten Wechselzone.

Triathlon: ein 5-Gänge-Menü mit Variationen nach Art des Hauses. Der Veranstalter ist dabei der Chefkoch, welcher das Tagesmenü bestimmt.

Wir beginnen mit dem ersten Gang:

Vorspeise – Das Schwimmen

Je nach Wettkampfformat findet die Auftaktdisziplin Schwimmen in unterschiedlichen Formaten statt, was oftmals von den örtlichen Bedingungen abhängig ist. Hierbei werden Beckenschwimmen und Freiwasserschwimmen unterschieden.

Beckenschwimmen (x-Athleten auf einer Bahn)

Wenn mehrere Athleten zeitgleich auf einer Bahn starten ist es wichtig, sich vor dem Start untereinander abzusprechen und der Leistungsstärke nach einzuordnen. Am Besten startet der schnellste Schwimmer links, dann kann er die erste Bahn an den anderen Athleten vorbei und ohne Gegenverkehr nach der Wende direkt weiter schwimmen. Grundsätzlich herrscht jedoch Rechtsverkehr innerhalb der Bahn.

Die Schwimmstrecke auf einer Bahn zu schwimmen bedeutet auch, die Bahnen zu zählen. Oft werden seitens des Veranstalters Bahnenzähler zur Verfügung gestellt, prinzipiell ist jedoch jeder Athlet für das Zählen selbst verantwortlich. Hier wird auf Fairplay der Athleten gesetzt und darauf vertraut, dass kein Athlet die Schwimmstrecke im Becken absichtlich abkürzt, um seine Wettkampfzeit zu verbessern.

Der Start und die ersten 50m sind zumeist hektisch und wild. Zu Beginn wird einfach losgesprintet, als ob es nach einer Bahn zum Wechsel übergehen würde. Wenn sich nach den ersten 50-100m alles beruhigt hat und jeder sein Tempo gefunden hat, besteht die größte Herausforderung darin, sich nicht zu verzählen und nach zu wenigen Bahnen aus dem Wasser zu steigen.

Beckenschwimmen mäanderförmig durch das Becken

Mit einem Einzelstart in definierten Zeitabständen (Jagdstart) wird oft mäanderförmig (d.h. in Schlangenlinien) durch das Becken geschwommen. Auch hier herrscht wieder Rechtsverkehr – jeweils nach 50m wird unter der Trennleine durchgetaucht und auf der nächsten Bahn weitergeschwommen.

Oft werden hier vom Veranstalter die erwarteten Schwimmzeiten abgefragt, um die Schwimmer der Leistung nach einzureihen, sodass ein für alle Starter reibungsloser Ablauf mit so wenigen Überholmanövern wie möglich gewährleistet werden kann.

In diesem Format ist das Schwimmen zumeist entspannt. Die Zeitabstände tragen dazu bei, dass man seinen Schwimmrhythmus finden kann, die Bahnenbreite ermöglicht das Überholen und das Bahnenzählen entfällt.

Freiwasserschwimmen

Die Königsdisziplin im Triathlon ist das Schwimmen im Freiwasser. Sind im Becken die Regeln klar, schreibt das Freiwasser seine eigenen.

Die Strecke ist nicht durch Leinen und Kacheln/Markierungen am Boden zu erkennen – im Freiwasser weisen Bojen den Weg. Um diese zu erkennen, muss man den Schwimmrhythmus regelmäßig unterbrechen und sich durch das Heben des Kopfes orientieren.

Ob mit Neoprenanzug oder ohne geschwommen wird, entscheiden die Messung der Wassertemperatur seitens der DLRG und die Regeln der DTU.

Da im Freiwasser mehr Platz ist, starten bis zu 250 Athleten auf einmal. Das führt oft dazu, dass man mit anderen Schwimmern in Kontakt kommt, und das ein oder andere Bein oder den Ellenbogen seines Neben- oder Vordermannes abbekommt.

Schnellere Schwimmer zu überholen sowie der Kampf um die schnellen Beine des Vordermanns ist oft schwierig.

Eine Besonderheit sind die Startvariationen beim Schwimmen im Freiwasser: dieser kann knietief aus dem Wasser, von Land oder aus dem tiefen Wasser erfolgen. Die Startvariationen sollten im Training geübt werden, um Routine zu bekommen.

Freiwasserschwimmen mit Landgang

Für Triathlon-Wettkämpfe über längere Strecken gibt es oft die Variante, dass 2 Runden im See geschwommen werden, zwischen denen ein Landgang zu bewältigen ist. Diese Variante hat zwei Vorteile:  zum Einen ist es interessanter für Zuschauer, zum Anderen können so auch in kleinen Seen lange Strecken geschwommen werden.

Hier werden die Herausforderungen im Freiwasser um die Anforderung des schnellen Umgewöhnens der Körperlage von waagerecht (schwimmen) nach senkrecht (laufen) zurück zu waagerecht (schwimmen) erweitert. Auch diese Umgewöhnung sollte bereits in der Vorbereitung des Wettkampfes geübt werden.

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Über Simon Schlichenmaier

Simon ist Triathlet aus Passion und will nicht nur sportlich immer besser werden. Sein Ziel ist es, durch TIME2TRI diese Leidenschaft an andere Athleten weiterzugeben. Als User der ersten Stunde ist er bei TIME2TRI besonders kritisch und will die perfekte Software als Trainingsbegleiter. Privat ist Simon ein "Mitesser" und spekuliert immer darauf, dass andere ihre Portion nicht schaffen.

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