Von 0 auf Mitteldistanz: Triathlon-Rookie Christopher startet in seine erste Saison


Von 0 auf Mitteldistanz. Je öfter ich diesen Titel lese, desto größer wird die Vorfreude, dass ich ab diesem Jahr endlich aktiver Teil der Triathlon-Gemeinschaft sein werde. Wobei ich hinter die Zahl „Null“ wohl noch das Wort „Erfahrung“ in Klammern setzen müsste. Denn Sport gehört von Kindesbeinen an zu meinem Leben, sodass ich über eine sehr gute Grundfitness verfüge.

„Ich bin Christopher, 28 Jahre alt und lebe im schönen Mainz.“

Aber fangen wir weiter vorne an: Ich bin Christopher, 28 Jahre alt und lebe im schönen Mainz. 22 Jahre lang widmete ich meine volle Aufmerksamkeit und Prioritäten dem Fußball, bis ich Ende 2016 darauf keine Lust mehr hatte. Also hing ich meine Fußballschuhe an den Nagel und wollte etwas völlig anderes machen. Zu diesem Zeitpunkt begleitete ich meinen Bruder bereits zu mehreren seiner Triathlon-Wettkämpfe als Supporter und war von Anfang an von diesem Sport angefixt und begeistert. 2017 ging ich aber erst einmal nur bei Laufwettkämpfen an den Start und absolvierte mit noch etwas unstrukturierter Vorbereitungen meine ersten Läufe bereits mit sehr guten Ergebnissen. Diese sind wohl meinen 22 Jahren Fußball-Training geschuldet – so konnte ich bei meinen 10k Läufen schon im ersten Jahr eine Bestzeit von 38:02 und bei meinem ersten Halbmarathon eine Bestzeit von 01:27 erlaufen. Nach meinem ersten Marathon in 03:07h beschloss ich, ab dem folgenden Jahr auch an Triathlon-Wettkämpfen teilzunehmen.

Christopher Brüschke - Foto: privat
Christopher Brüschke – Foto: privat

Aller Anfang ist schwer

Puh, aber wo fängt man da an? Klar – zuerst mussten einige Equipment-Fragen geklärt werden. Nebenbei stand dann auch noch die Frage im Raum, welche Distanzen ich denn überhaupt angehen werde. Da ich im Sport schon immer sehr ehrgeizig und ambitioniert war und meine Fitness – wie zu Beginn bereits erwähnt – eine sehr gute ist, war von Anfang an klar, dass es in meiner ersten Saison zum Saisonhighlight eine Mitteldistanz werden soll. Die Vorbereitung darauf plante ich mit 2-3 olympischen Distanzen. So entstand mein folgender Rennkalender:
15.07.: ITU Hamburg – Olympische Distanz
05.08.: Frankfurt City Triathlon – Olympische Distanz
02.09.: Cologne Triathlon Weekend – 226 Half (Mitteldistanz)

Zurück zum Equipment: Seit Ende Januar bin ich stolzer Besitzer eines Fahrrads, ich habe mich für ein Giant Trinity Composite entschieden. Typisch Triathlet, bin ich sehr interessiert an Technik und Details, weshalb an meinem Rad seither noch einiges umgebaut: Neuer Lenker von Profile (T4), neuer Fizik 6.5 Sattel, Aero-Laufräder von CM!T^3 . In Sachen Rad geht es für meine Bedürfnisse also schon gut vorwärts und ich fühle mich für meine ersten Rennen sehr gut ausgestattet. Als Abrundung hatte ich vor kurzem auch mein erstes Bikefitting – dazu werde ich euch aber aber demnächst noch mehr in einem ausführlichen Bericht erzählen, denn da wurde ganz schön viel an mir und meinem Rad optimiert :-)

Das Bike-Setup von Christopher. Foto: privat
Das Bike-Setup von Christopher. Foto: privat

In Sachen Neopren habe ich das große Glück, mir keine langen Gedanken über das richtige Modell machen zu müssen sondern vielmehr durch meinen Job bei sailfish das neue Top-Modell, den Ultimate IPS, schwimmen zu dürfen.  An dieser Stelle ein großes Dankeschön an meinen Chef Jan, der mir dies ermöglicht! Der Neo hebt mein dürftiges Schwimmen glücklicherweise auf ein ganz anderes Niveau.

Das Radfahren sowie das Laufen werde ich in einem Einteiler – ebenfalls der Marke sailfish – absolvieren.

Und wo stehe ich leistungstechnisch? Glücklicherweise kann ich seit Kurzem auf die Unterstützung und Expertise meines Freundes, Arbeitskollegen und gleichzeitig Trainers Manuel Wyss vertrauen, der mein Training direkt mal auf ein ganz anderes Level gehoben hat und mir in Sachen Planung und Training mit Rat und Tat zur Seite steht.

Christopher Brüschke - Foto: privat
Christopher Brüschke – Foto: privat

Für die den 1500m schwimmen bei meiner ersten olympischen Distanz plane ich momentan mit einer Zeit von ca. 26 Minuten. Was es am Ende aber werden wird, wird wohl dennoch eine große Überraschung.

Gleiches gilt für das Radfahren. Da ich keinen Wattmesser besitze, fahre ich momentan nach Gefühl bzw. nach Herzfrequenz. Auch hier profitiere ich von den sportlichen Aktivitäten der letzten Jahre – meine Grundlagenausfahrten liegen meist im Bereich von +/- 31 km/h.

Beim Laufen bin ich bereits durch die Rennen im letzten Jahr sehr positiv gestimmt – meine Form sollte passen.

Was wird also am Wochenende in Hamburg beim World Triathlon rauskommen? Keine Ahnung, aber ich habe richtig Bock drauf!

Also schauen wir mal, was die Saison bringt und wo die Reise hingeht. Ich werde euch an dieser Stelle an allen Erfolgen, Misserfolgen, Lehrgeldern, Equipmentfragen (gerne auch Diskussionen, gebt mir gerne Ratschläge) Rennberichten und vielem mehr teilhaben lassen.

Über Christopher Brüschke

Christopher ist als Quereinsteiger aus dem Fußball ein echter Triathlon-Rookie und bestreitet im Jahr 2018 seine ersten Wettkämpfe. Dennoch hat er sich gleich für sein erstes Jahr das Ziel gesetzt, seine erste Mitteldistanz mit einem guten Ergebnis zu finishen. Auf TIME2TRI berichtet Christopher über seinen Weg dorthin mit persönlichen Einblicken in sein Training, Ernährung, Equipment, Rennberichten und vielem mehr.

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