Training Tests

Im Test: nachhaltige Bikinis von INASKA

In unserer heutigen Testreihe stellen wir euch nicht nur die Sportbikinisder Marke Inaska vor, sondern schauen uns auch die Produkte in der Anwendung an.

14. August 2019

Als ich euch in unserer Earthweek von dieser Marke berichtete, war euer Feedback zu den Produkten riesig! Anlass genug, um die Bikinis etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn Nachhaltigkeit hin oder her – dem Trainingsalltag muss die Bademode einfach gewachsen sein.

Franziska ist die Gründerin von Inaska und leidenschaftliche Beachvolleyballerin. Jedoch konnte sie den perfekten Bikini für sich nie finden und ging selbst ans Werk. In Zusammenarbeit mit Designern und europäischen Herstellern entwickelten sie ihre Bikinis.

"Weil Nachhaltigkeit schon lange kein Trend mehr, sondern ein MUSS ist."
- INASKA

Alle Produkte werden in Europa kreiert, eingekauft und hergestellt, sodass ein hoher Standard bei INASKA erhalten bleibt, die Transportwege dennoch kurz sind. Die Außenstoffe sind italienische Bademodenstoffe, mit 78% ECONYL® Garn, welches aus vollständig recyceltem Polyamid besteht. Dies können beispielsweise verschiedene Plastikabfälle oder entsorgte Fischernetze sein.

Foto: INASKA

Für mich persönlich stellte sich schnell die Frage: Was ist gegenüber meiner bisherigen Bademode anders? Merke ich Unterschiede beim Training? Verhält sich das nachhaltige Material genauso, wie meine anderen Bikinis?

Ann-Kristin Stein ist Schwimmerin und startet im Masters-Bereich für den GSV Gießen. Bei den Deutschen Meisterschaften diesen Jahres, konnte sie sich gleich zweimal den Meistertitel über 400m Lagen und 200m Schmetterling sichern.

"Bei den Deutschen Meisterschaften, konnte sie sich gleich zweimal den Meistertitel über 400m Lagen und 200m Schmetterling sichern."

Obendrauf setzte sie noch einen Vizemeistertitel über 400m Freistil – eine Athletin also, die weiß was für sie im Training wichtig ist. So sind wir zu dem Entschluss gekommen, die Bikinis gemeinsam zu testen.

Foto: INASKA

Während Ann-Kristin bei unserem Test ein wenig mehr Augenmerk auf die Funktionalität gelegt hat, warf ich einen Blick auf die Verarbeitung und das Design. INASKA bietet aktuell drei Modellvarianten an: FREE, CHILL und WILD. Diese bieten sehr unterschiedlichen Halt, sodass man Ober- und Unterteil vor dem Kauf anprobieren sollte. Zur Orientierung: ich habe alle Modelle in Größe M genommen…

Die Verarbeitung

Was mir bei den Produkten sofort aufgefallen war, sind die Verschlüsse. Es werden keine Schnallen, Reißverschlüsse oder sonstigen Teile verwendet, die kratzen könnten. Außerdem konnten wir weder nach dem Freibadbesuch, noch nach dem Waschen in der Waschmaschine, Veränderungen am Stoff feststellen.

Die Modelle im Überblick

FREE

  • höchster Komfort bis ca. D-Cup
  • doppelter Neckholder für ein schönes Dekolleté
  • bequeme Passform
  • T-Rücken mit farblich abgesetztem Träger
  • Brazilian Cut Hose mit tiefem Sitz

 

CHILL

  • höchster Komfort bis ca. D-Cup
  • 4-Wege-Rücken zum Variieren der Träger
  • bequeme Passform
  • Hose im Regular Cut

 

WILD

  • stärkster Halt
  • höchster Komfort bis ca. E-Cup
  • 4-Wege-Rücken zum Variieren der Träger
  • bequeme Passform
  • stabiles Unterbrustband
  • mehr Stoff im Dekolleté
  • Hose zum Binden für verstärkten Halt

Die Passform

Die Nähte sind sehr flach, sodass sich der Bikini schön am Körper anschmiegt. Sprich: beim Schwimmen baumeln keine überflüssigen Bändel herum – alle Modelle passen uns wunderbar. Selbst nach Ann-Kristins Sprung vom Startblock sitzt noch alles an Ort und Stelle.

Foto: INASKA

Bei der Passform haben wir festgestellt, dass auch die Einstellung des Rückenteils eine erhebliche Rolle spielt. Je nachdem wie man die einzelnen Bänder verschiebt, hat das Oberteil besseren bzw. weniger guten Halt – je nach Einsatz eben.

"Je nachdem wie man die einzelnen Bänder verschiebt, hat das Oberteil besseren bzw. weniger guten Halt – je nach Einsatz eben."

Tipp: Ihr könnt alle Modelle mit wattierten Einlagen tragen, welche ihr beliebig Einlegen bzw. Herausnehmen könnt.

 

Bei den Hosen hat Anni das Modell WILD am meisten überzeugt: "…die Hose ist zum Binden und dadurch absolut rutschfest – die hält jedem Startsprung stand."

Auch ich muss sagen, dass mir die Hose gut gefallen hat, die beiden anderen Modelle CHILL und FREE aber für mich besser gepasst haben. Auch bei meinem Training konnte ich kein Verrutschen feststellen.

Bahnen ziehen ohne Kompromisse

Mehr als zwei Stunden waren Ann-Kristin und ich im Wasser und sind verschiedene Lagen geschwommen. Mal Rücken, mal Brust, mal Kraul, mal Schmetterling. Nebenbei sind wir getaucht, mit Schwung aus dem Becken gestiegen und haben Sprünge vom Startblock gemacht: alle Modelle haben unsere Tests einwandfrei mitgemacht. Einzig und allein beim Top FREE, war mir der Druck des Neckholders auf den Nacken etwas zu stark bzw. engte mich beim Kraulen ein.

…alle Modelle haben unsere Tests einwandfrei mitgemacht"

Fazit

Wir haben uns selbst davon überzeugt, dass Nachhaltigkeit, Optik und Funktionalität auf jeden Fall zusammenpassen können. Auch im Bereich des professionellen Schwimmens.

Was mich persönlich am meisten überzeugt hat: die Tatsache, dass ich keinen Anhaltspunkt finden konnte, der mich von einem Kauf von ökologisch produzierten Bikinis abhalten würde.

Wenn ich euch mit unserem Testbericht vielleicht zum nachdenken angeregt habe, dann schaut gerne mal auf der Website von INASKA vorbei: www.inaska-swimwear.com


Art Director @ TIME2TRI
Lena ist nicht nur unser TIME2TRI Kreativkopf sondern auch als begeisterte Ausdauersportlerin dem Triathlonsport verfallen. Mit einem Ohr immer am Puls der Zeit weiß sie ganz genau ,welche Themen und Trends die Szene aktuell bewegen. Neben gutem Design und geometrischen Formen ist Lena vor allem für schnelle Motoren und Jan Frodeno zu begeistern...

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