Ausrüstung und Technik #aphotographerslife

#aphotographerslife: Von Rennen zu Rennen - Teil 2

21. Juli 2019 | Lesezeit: 8 Minuten

Liebe TIME2TRI-Leser, der Sommer ist trotz zwischenzeitlichem Temperatur-Tief in vollem Gange und die beiden deutschen Langdistanz-Highlights haben ihre Champions bereits gekürt. Zeit also für meinen nächsten Blog-Beitrag, in dem ich versuche meine Erlebnisse der vergangenen vier Wochen zu schildern. Außerdem haben mich eine Vielzahl an Fragen von Euch erreicht, wovon ich am Ende von diesem und der nächsten Blogposts gerne einige beantworten werde. An dieser Stelle vielen Dank für Eure Einsendungen und Euer großes Interesse! :)

Doch Moment, eine Frage muss ich direkt an den Beginn ziehen - zum einen da sie mich mehrfach erreicht hat, und zum anderen da das Thema eine sehr große Rolle vor den vergangenen Rennen gespielt hat:

„Für welches Equipment hat Marcel sich für seinen „Neustart“ entschieden und warum?“

Selten hat man als Fotograf die Möglichkeit sich sein Equipment nahezu komplett neu auszusuchen. Ich wäre natürlich froh gewesen, wenn dies unter anderen Umständen der Fall gewesen wäre - allerdings habe ich es dennoch als Chance gesehen und mich mit den verschiedenen Optionen befasst. Letztendlich standen für mich zwei Konzepte zur Auswahl: Sony mit komplett spiegellosen Kameras, und Nikon mit den „klassischen“ Spiegelreflexkameras, wie ich sie ja von Canon her kenne. Die Sony-Modelle haben mich wirklich sehr überzeugt und das geringe Gewicht ist ein sehr großes Plus - jedoch konnte ich mich mit dem elektronischen Sucher nicht wirklich anfreunden. Einer der Hauptaspekte, weshalb ich mich am Ende für die Nikon D5 und D850 entschieden habe. Im direkten Vergleich zwischen Canon und Nikon hatte für mich bereits zuvor der größere Dynamikumfang, der von Sony produzierten Nikon-Sensoren, sowie ein (hoffentlich) besserer Kundenservice den Ausschlag gegeben. Stand jetzt bin ich mit der Wahl wirklich sehr zufrieden!

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IRONMAN 70.3 EM Helsingør

Der 70.3-EM Nachfolger von Wiesbaden stand bereits einige Jahre auf meiner Bucket-List. Dieses Jahr klappte es endlich mit dem „Debüt“. Die dänische Stadt Helsingør und ihr Schloss Kronborg, nur wenige Kilometer vom schwedischen Festland entfernt, entpuppte sich als einzigartige Kulisse für einen Triathlon. Während in Deutschland heiße Temperaturen herrschten, waren die Bedingungen im äußersten Nord-Osten Dänemarks mit 20-23Grad nahezu ideal. Das Schwimmen findet komplett innerhalb der Hafenmauern statt und bietet mit der Stadt bzw. dem Schloss im Hintergrund tolle Motive. Wirklich selten, dass ich beim Schwimmen so oft das Weitwinkel-Objektiv einsetzen kann. Leider waren sehr starke Schwimmer/innen wie Javier Gomez, Flo Angert und Holly Lawrence am Start, sodass die erste Disziplin ziemlich schnell vorbei war :D

Aber auch das Laufen spielte sich in direkter Nähe zu Wasser und Schloss ab. Oft ist es schwierig an Laufstrecken eine schöne Kulisse abzubilden, weshalb ich dann verstärkt zu Teleobjektiven greife. Doch hier war genau das Gegenteil der Fall: Durchlaufen eines Schlosstores, Umkreisung eines Leuchtturms - viele Möglichkeiten die Athleten in die Umgebung einzubetten. An der Spitze des Herrenrennens lieferten sich Javier Gomez und Rudolphe von Berg einen harten Fight um den Sieg. Am Ende hatte der Amerikaner von Berg mit wenigen Sekunden Vorsprung die Nase vorn, ebenso wie Holly Lawrence im Rennen der Damen.


Sportfotograf
Master of emotions - als Sportfotograf hat sich Marcel Hilger binnen kürzester Zeit einen Namen gemacht. Mit seinem Auge für besondere Momente und einzigartige Blickwinkel kreiert Marcel bei jedem Rennen bildhafte Erinnerungen für die Ewigkeit. Bei TIME2TRI nimmt euch Marcel mit in seine Welt hinter der Kameralinse und zeigt in seiner Serie #aphotographerslife, wie das perfekte Bild entsteht.

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