Countdown zum Start: selbstbewusst an der Startlinie

Der große Tag ist angebrochen: die sportliche Herausforderung steht unmittelbar bevor und die Aufregung steigt von Minute zu Minute. Du hast über einen langen Zeitraum hinweg intens

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Der große Tag ist angebrochen: die sportliche Herausforderung steht unmittelbar bevor und die Aufregung steigt von Minute zu Minute. Du hast über einen langen Zeitraum hinweg intensiv trainiert, viel Zeit und Energie investiert und jetzt (an der Startlinie) soll alles gut werden, ja sogar ganz besonders gut! Du hast dir bestimmt ein persönliches Ziel gesetzt: eine neue Bestzeit? Oder das Beenden deines ersten Triathlons überhaupt? Oder sogar das Abenteuer einer längeren Distanz? Das Gefühl von Stress und Nervosität kennt wohl jeder, der vor einer besonderen Herausforderung steht und das ist bis zu einem gewissen Maß auch gut so. Denn es ist genau dieser positiv wirkende Stress, der uns stark und leistungsfähig macht.
"Das Gefühl von Stress und Nervosität kennt wohl jeder, der vor einer besonderen Herausforderung steht."
Steigt das Stressniveau allerdings zu stark an, blockiert das die Leistungsfähigkeit. Das passiert zum Beispiel dann, wenn das Gehirn die Situation als potenziell bedrohlich bewertet und das Körpersystem zum Schutz auf Alarm umschaltet.

Wie kommt es zu einer solchen Bewertung?

Die Frage kann man sich leicht selbst stellen und auch beantworten: bin ich wirklich ausreichend konditionell und technisch auf das Kommende vorbereitet? Also, Hand aufs Herz: wie lief das Training bisher? Warst du oft oder lange krank, verletzt oder hattest du viel Stress bei der Arbeit? Hast du dich mit den technischen Anforderungen des Wettkampfs beschäftigt? Passe deine Zielerwartungen unbedingt schon vor dem Wettkampf an, um zu hohen Erwartungsdruck zu vermeiden.
"Mit mentaler Startvorbereitung bist du bestens gerüstet."

Ein kleiner Leitfaden für die Startlinie

Ist diese Frage für dich geklärt, kannst du dich der direkten praktischen und mentalen Startvorbereitung widmen, um konzentriert und selbstbewusst an den Start zu gehen. Keine in-letzter-Minute- Aktionen und technischen Experimente! Das Material muss getestet und vorbereitet sein, gepackt in den Tagen VOR dem Rennen. Beschäftige dich schon zu Hause mit den Wettkampfstrecken, mache dich mit ihren Besonderheiten vertraut. Ist es dir nicht möglich, sie vorher zu testen, dann trainiere im Vorfeld möglichst wettkampfnah. Enthält die Radstrecke z.B.Kopfsteinpflaster, dann suche dir einen solchen Abschnitt bei dir in der Nähe. [caption id="attachment_8866" align="aligncenter" width="1170"]Mental bestens gerüstet Alles ist an seinem Platz...[/caption] Am großen Tag vom Aufstehen an: denke bewusst an schöne und angenehme Dinge, halte dich fern von negativen und störenden Gedanken. Bei der Ankunft: orientiere dich frühzeitig in der Wechselzone, besichtige den Schwimmstart und verinnerliche dir deine Laufwege, merke dir den Standort deines Rad mithilfe eines gut sichtbaren Merkmals, z.B. einem Baum oder einen bunten Fahne in der Nähe. Aufwärmen an Land oder im Wasser: erst allgemein den Kreislauf in Schwung bringen, dann kurze, schnelle Bewegungen für das spezifische Aufwärmen z.B. Arme kreisen, kurze Sprints im Wasser. Bis kurz vor dem Start: lenke deine Aufmerksamkeit bewusst auf das, was als nächstes  zu tun ist. Achte dabei immer wieder auf deine Muskelspannung, lockere deine Schultern und nimm eine aufrechte, selbstbewusste Körperhaltung ein. Achte auf deinen Blick, er sollte nicht starr werden: lass ihn stets umherschweifen. Kurz davor: kontrolliere deine Atmung, denn eine tiefe Atmung versorgt deine Muskulatur mit Sauerstoff und deinen Kopf mit Zuversicht. ATTACKE: jetzt geht es endlich los und du bist perfekt mental vorbereitet für DEINEN Tag! :-)

Sportmentalcoach & Triathletin
Eva vereint die Leidenschaft für den Triathlonsport mit ihrer Faszination für die mentalen Anforderungen des Ausdauersports. Als Sportmentalcoach und Triathletin beschäftigt sie sich intensiv mit der Frage: wie kann es gelingen, mit Freude und Leichtigkeit nicht nur monatelang ein Ziel zu verfolgen und zu trainieren, sondern auch im Wettkampf selbst das gesteckte Ziel zu erreichen? Eva begleitete in den letzten Jahren viele Athleten auf ihrer ganz persönlichen sportlichen Reise und gibt neben vielen Tipps aus ihrer beruflichen Ausbildung auch viele Erfahrungen aus ihrem Leben als leistungsorientierte Altersklassenathletin an ihre Klienten weiter.

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