Lesetipp: Wattmessung im Radsport und Triathlon

14 Kapitel umfasst das Werk und hilft Neulingen dabei, in der Wattmess-Thematik den richtigen Einstieg zu finden und die Anwendung sowie Interpretation der Daten zu erlernen.

Geschrieben von Simon Schlichenmaier 25. April 2016

Waren es vor wenigen Jahren noch die GPS-Trainingscomputer, die den Triathlon-Markt dominierten, so sind es nun Powermeter, welche die Kurbel oder Pedale der Altersklassen Athleten erobern.

Was bis vor ein paar Jahren noch Profiathleten des Rad- und Triathlonsports vorbehalten war, ist nun auch für den ambitionierten Alterklasseathleten bezahlbar. Der Markt der Anbieter hat sich erweitert und so sind mittlerweile schon Wattmesssysteme für unter 500 Euro€ zu bekommen. Doch was bringt einem ein Powermeter?

Wie kann man mit diesem qualitativ und effektiver trainieren? Brauche ich ein System, welches mir die Leistung meines linken und rechten Beins differenziert ausgibt? Wer sich nicht unbedingt mit der Materie Watttraining auseinandersetzen möchte, kann sich für den Preis eines Wattmesssystems getrost ein Trainingslager gönnen und hat mehr davon. Für diejenigen unter uns, die sich jedoch über dieses Thema informieren und an der eigenen Leistungsfähigkeit arbeiten möchten, gibt es eine Vielzahl von Informationsquellen zur Weiterbildung.

Ich habe als Informationsquelle und Nachschlagewerk das Buch von Allen Hunter Wattmessung im Radsport und Triathlon gewählt und möchte es euch hier kurz vorstellen.

"Verleihe deiner Herzfrequenz Bedeutung"

Das Buch hat mit 366 Seiten und einem strukturiertem Aufbau den Anspruch, ebenso ein Standardwerk wie die "Laufbibel" von Dr. Matthias Marquard oder die "Traininingsbibel für Triathleten" von Joel Friel zu werden.

Über das Autoren-Team

Hunter Allen ist Profitrainer - er betreut Ausdauersportler verschiedener Leistungsklassen bereits seit 1995 und hilft diesen, ihre Leistung in Training und Wettkämpfen zu verbessern. Allen hat den Vorteil der Wattmessung früh erkannt und nutzt diese in der gezielten Entwicklung seiner Athleten. Ebenso war er bei der Auswertungssoftware von Wattdaten entscheidend beteiligt. Als zusätzlicher Autor war Dr. Andrew Coggan als internationaler anerkannter Sportwissenschaftler beteiligt. Dr. Andrew Coggan ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Artikel aus dem Rad- und Ausdauersport. Mit großer eigener Erfahrung im Radsport gilt Coggan als Experte für die Anwendung von Wattmessgeräten.

Inhalt

14 Kapitel umfasst das Werk und hilft Neulingen dabei, in der Wattmess-Thematik den richtigen Einstieg zu finden und die Anwendung sowie Interpretation der Daten zu erlernen. Der Leser erfährt in den ersten Seiten und Kapitel die Grundlagen zur Wattmessung. Es werden zentrale Fragen geklärt: "warum Wattmessung?" oder "Welches System?" Trotz der wissenschaftlichen  Grundlagen ist das Buch nicht trocken sondern immer auch mit praktischen Beispielen hinterlegt.

Gleich zu Beginn ist ein Test beschrieben, den man durchführen kann, um die weiteren Kapitel anhand der eigenen Werte zu verstehen. Die dargestellten Diagramme stammen aus der kostenpflichtigen Software WKO+. Die kostenfreie Lösung von GoldenCheetah ist aber sehr ähnlich aufgebaut und liefert identische Schaubilder. Zum Buch gehört ebenfalls eine detaillierte Anleitung für Tests und Auswertung der Ergebnisse sowie Trainingstipps, um an seinen Schwächen zu arbeiten. Im Anhang des Buchs finden sich viele Hinweise, Beispielträningspläne und Referenzen zu weiterführenden Informationen.

Fazit

Wer in das wattgesteuerte Training einsteigen möchte und bisher noch nach Puls, Gefühl oder Geschwindigkeit trainiert hat, sollte dieses Buch auf dem Nachttisch haben. Es vermittelt nicht nur trainingswissenschaftliche Grundlagen sondern ist auch als Nachschlagewerk sehr gut geeignet.

Der Aufbau des Buches ist so gestaltet, dass man auch immer wieder einzelne Punkte nochmals nachlesen kann oder auch schnell die entsprechenden Tests findet.


Triathlon-Coach (Trainer B)
Simon ist Triathlet aus Passion und will nicht nur sportlich immer besser werden. Sein Ziel ist es, durch TIME2TRI diese Leidenschaft an andere Athleten weiterzugeben. Als User der ersten Stunde ist er bei TIME2TRI besonders kritisch und will die perfekte Software als Trainingsbegleiter. Privat ist Simon ein "Mitesser" und spekuliert immer darauf, dass andere ihre Portion nicht schaffen.

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