#Triday – Das richtige Schuhwerk beim Radfahren


Danke für eure vielen Vorschläge für die kommenden Ausgaben meines #Triday! Ich arbeite das nach dem Ironman in Frankfurt ab. Heute möchte ich euch aber noch etwas zu meiner Schuhwahl für das Rennen am Main erzählen.

„Ich habe mich für Rad- und gegen spezielle Triathlonradschuhe entschieden“

Ich habe mich nämlich für Rad- und gegen spezielle Triathlonradschuhe entschieden. Und zwar, weil der Halt in den Radschuhen einfach etwas besser ist. Durch den BOA-Verschluss kann ich den Schuh besser anpassen und er sitzt optimal. Falls ich zu Beginn minimal länger brauche, um sie anzuziehen, nehme ich das gern in Kauf, wenn dafür die Kraftübertragung und der Komfort auf 180 Kilometern besser sind. (Falls jemand Lust hat zu rechnen. Wie oft wird jeder meiner Füße wohl die Tretbewegung ausführen?)

Übrigens habe ich den Radschuh hinten mit Nadel und Faden in Handarbeit mit einer Lasche fürs Gummiband in der Wechselzone bestückt.

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Bei den Radschuhen bin ich in diesem Jahr ohnehin einen neuen Weg gegangen. Hier ging es von Anfang an nicht um Sponsoring, sondern rein um die Passform und Kraftübertragung. Mit STAPS und GebioMized war ich mehrfach im Labor und habe mit Druckmessfolien im Schuh und auch mittels Fußscan herausgefunden, wie meine Füße sich unter Belastung genau verhalten und welche Schuhform ich brauche. Danach haben wir festgestellt, dass bei mir eine breitere Zehenbox besser ist und uns auf die Suche nach passenden Schuhen gemacht, in die außerdem meine maßgefertigten, individuellen Einlagen genau reinpassen und zusammen mit dem Schuh das gewünschte Ergebnis bringen.

Das hat uns zu den Schuhen von Lake geführt, die meinen Füßen den bestmöglichen Sitz und Komfort ermöglichen. In diesem Fall verzichte ich gern auf Geld und einen Sponsoringdeal, denn ich spüre einen Unterschied und glaube, dass es an den Schnittstellen zwischen Mensch und Material (auf dem Rad: Sattel, Lenker, Armpads, Schuhe/Pedale) darauf ankommt, eine individuell perfekte Lösung zu finden.

Das möchte ich auch jedem von euch empfehlen! Überlegt mal, wie viele Stunden euer Körper mit diesen Stellen arbeiten muss und kauft euch nicht einfach das neueste, coolste Material, nur weil ein Profi das gerade nutzt oder die Werbung super ist. Sucht euch das heraus, was ZU EUCH PASST!

Über Andi Böcherer

Aus der Freude an der Bewegung, der Lust auf Abenteuer und der Suche nach den eigenen Grenzen hat Andi Böcherer mit dem Triathlon angefangen. Seinen ersten Triathlon hat der Freiburger 2002 absolviert und 2008 seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Andi ist unter den besten Fünf beim Ironman Hawaii gewesen, Europameister geworden und landet bei fast jedem Wettkampf auf dem Podium. Sein Motto: „Don’t dream of a magic day, train for a solid day!“

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