Rund um das Trainingslager

Für jeden Sportler hat das Trainingslager das Ziel, konzentriert und fokussiert seinem Hobby nachzugehen. Frühzeitig im Jahr, raus aus der Kälte, Nässe und oft gar Schnee, soll ein Trainingslager zur Vorbereitung auf die Saison dienen.

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In wenigen Wochen oder Tagen startet dein Flieger in den Süden? Egal ob für ein reines Radtrainingslager, Schwimmcamp oder Triathlon-Camp, egal ob alter Hase oder Rookie - in diesem Beitrag findest du Tipps & Tricks für dein Trainingslager.

Vorbereitung

Für jeden Sportler hat das Trainingslager das Ziel, konzentriert und fokussiert seinem Hobby nachzugehen. Frühzeitig im Jahr, raus aus der Kälte, Nässe und oft gar Schnee, soll ein Trainingslager zur Vorbereitung auf die Saison dienen. Abseits des Jobs und weiteren Verpflichtungen geht es um Trainieren - Essen - Schlafen. :)

Da in dieser Zeit der Fokus rein auf dem Training (und dem Büffet) liegt, kann man durch diese Gegebenheit die freie Zeit optimal zur Regeneration nutzen und dadurch höhere Trainingsumfänge leisten. Dennoch ist Vorsicht geboten und das Trainingslager mag gut vorbereitet und geplant werden.

Persönliche Vorbereitung

Optimal kann in das Trainingslager gestartet werden, wenn man beispielsweise durch eine Leistungsdiagnostik seine Trainingsbereiche bestimmen lässt. So kann man sich sicher sein, dem Trainingsstand entsprechend zu trainieren. Für ambitionierte Athleten bietet sich eine Leistungsdiagnostik im Vorfeld und eine  nach dem Trainingslager an, um die angestrebte Verbesserung zu dokumentieren.

Für mich zur persönlichen Vorbereitung gehört auch, im Vorfeld des Trainingslagers das Training dokumentiert zu haben und das Ziel des Camps entsprechend zu definieren. Soll im Trainingscamp an der Grundlage gearbeitet werden oder habe ich dies bereits im Vorfeld zuhause ausreichend getan, um bereits erste intensivere Einheiten leisten zu können? Es macht keinen Sinn, frisch aus der Winterpause ins Trainingslager zu starten und dort direkt mit den großen Umfängen oder Intensitäten zu trainieren. Nimm dir die Zeit und plane die Tage, vergiss nicht auch Entlastung/Ruhetage einzubauen, denn in Pausen wird man schnell. Typischerweise wird in einem 3:1 Rhythmus trainiert.

Bedeutet: drei Tage wird die Belastung gesteigert, gefolgt von einem Ruhetag/Entlastungstag. Wenn das Camp über 7 Tage geht, wird die zweite Wochenhälfte im 2:1 Rhythmus gestaltet. Setze dich aber am An- und Abreisetag nicht unnötig unter Druck. Wenn es geht, nutze den Anreisetag zur Eingewöhnung und Materialcheck.

Oft bietet es sich an, am Abreisetag das Camp mit einer Schwimm- und Laufeinheit ausklingen zu lassen. Einen erprobten Beispiel-Trainingsplan für ein zweiwöchiges Triathlon-Trainingslager gibt es von tri-mag.de.

Eigenes Rad oder Leihrad?

Die Frage, ob man sein eigenes Rad mitnimmt oder ein Rad vor Ort leiht, ist mittlerweile nur noch eine Geschmacksfrage. In den klassischen Trainingsgebieten wie Mallorca, Lanzarote, Sizilien, wird gutes Material für wenig Geld angeboten.

Sorgenfrei in den Urlaub zu starten, ist hierbei garantiert, denn das eigene Bike steht weiterhin sicher daheim und kann weder verloren noch kaputt gehen. Wer möchte, kann so auch die Chance nutzen, neues Material zu testen und im Falle einer geplanten Neuanschaffung sich in der Kaufberatung / Wunschliste inspirieren lassen. Wer ein Rad vor Ort mietet, dem empfehle ich, den eigenen Sattel mitzunehmen und die Maße seines eigenen Rads zu dokumentieren und ebenfalls einpacken. Das minimiert das Risiko, durch einen ungewohnten (nicht passenden) Sattel ungewollte Pausen einlegen zu müssen.

Außerdem erspart man sich durch die Übertragung der Rad-Maße unnötiges und riskantes Probieren sowie das Risiko von Fehlbelastungen.

Organisiert oder privat?

Ob du dich für dein Trainingslager einem der kommerziellen Anbieter anschließt oder auf eigene Faust trainierst, hängt von deiner Vorliebe ab. Mit einem Anbieter bekommst du das Rundum-Sorglos-Paket. Das Hotel ist auf Sportler eingestellt, die Trainingseinheiten sind geplant, Strecken entsprechend ausgesucht und durch Guides geführt. Die meisten Anbieter haben Kooperationen mit Herstellern von Riegeln und Gels, sodass du hier für dein Camp auch eine Basisausrüstung bekommst oder vor Ort kaufen kannst.

Wer sich voll und ganz auf das Training konzentrieren und entspannt trainieren möchte, dem ist diese Variante anzuraten. Auch wenn es verlockend ist: ordne dich bei der Gruppenausfahrt deinem Leistungsstand entsprechend in die Radgruppe ein, sodass du dein Trainingsziel verfolgen und erreichen kannst.

In Zeiten der GPS Geräte ist es aber auch kein Problem, sich selbst zu organisieren. In den gängigen Portalen wie bspw. bikemap.net, gps-tour.info, strava.com finden sich genügend Touren zum Downloaden und Nachfahren. Die Tipps für den besten Kaffeestopp fehlen hier aber. Wenn du alleine unterwegs bist, nimm immer eine Radkarte, Kleingeld sowie Verpflegung mit. Plane die Touren am Besten schon am Vortag, schaue dir den Verlauf auf der Karte an und plane auch die Zwischenstopps bei längeren Touren mit ein.

Auf gutes Gelingen!


Altersklassen-Athlet & Coach (DTU B-Lizenz)
Simon ist Triathlet aus Passion und will nicht nur sportlich immer besser werden. Sein Ziel ist es, durch TIME2TRI diese Leidenschaft an andere Athleten weiterzugeben. Als User der ersten Stunde ist er bei TIME2TRI besonders kritisch und will die perfekte Software als Trainingsbegleiter. Privat ist Simon ein "Mitesser" und spekuliert immer darauf, dass andere ihre Portion nicht schaffen.

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