#Triday: Was tun, wenns mal nicht so läuft?


Kurz vor meinem Start beim Ironman 70.3 Kraichgau möchte ich heute mal ganz ehrlich sein: Der letzte Renn- und Trainingsblock hat mich ganz schön fertig gemacht! Die letzte Laufeinheit Ende letzter Woche habe ich abgebrochen, weil ich einfach zu platt war. Aber das gehört absolut dazu und ich bin sicher, dass das jeder von euch auch mal erlebt hat. Oder?

„Vom Training platt sein gehört absolut dazu und ich bin mir sicher, dass jeder von euch das auch schon mal erlebt hat! Aber was macht man daraus?“

Die Frage ist dann ja eher: Was macht man daraus?

Ich habe jeglichen Druck rausgenommen und am nächsten Tag bin ich einfach locker und ohne Uhr mit meiner Frau zusammen Laufen gewesen. Ohne dabei an „Training“ zu denken. Und am Tag drauf habe ich mich – wieder ohne Wattmessgerät, Pulsmesser oder Uhr – auf mein MTB gesetzt und bin nach Körpergefühl durch den Schwarzwald geradelt. Wenn es irgendwo schön war, habe ich angehalten und die Natur genossen. Zeit für ein Eis oder einen Stopp beim Bäcker hätte ich mir auch jederzeit genommen – ich hatte nur keine Lust drauf an dem Tag.

Diese beiden Einheiten ohne jeden Druck und Plan haben mich körperlich und mental wieder voll auf die Spur gebracht und ich konnte richtig auftanken! Jetzt habe ich brutal Lust auf ein hartes Rennen im Kraichgau – ich bin mir sicher, dass es ein hartes Rennen wird!

Wie geht ihr damit um, wenn es mal nicht so läuft oder ihr einfach platt seid vom Training?

© Foto: James Mitchell

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Über Andi Böcherer

Aus der Freude an der Bewegung, der Lust auf Abenteuer und der Suche nach den eigenen Grenzen hat Andi Böcherer mit dem Triathlon angefangen. Seinen ersten Triathlon hat der Freiburger 2002 absolviert und 2008 seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Andi ist unter den besten Fünf beim Ironman Hawaii gewesen, Europameister geworden und landet bei fast jedem Wettkampf auf dem Podium. Sein Motto: „Don’t dream of a magic day, train for a solid day!“

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