NP, IF, TSS - Leistungswerte und ihre einfache Bedeutung

Für die meisten Hobbyathleten ist es meist gar nicht erforderlich, sich mit den komplexen grafischen Analysen und dem Importieren der Daten in aufwendigen Trainingsanalyse-Programmen zu beschäftigen. Welche gibt es und was bedeuten sie?

Geschrieben von Roger Milenk 16. Juni 2017

Wenn ich in diesen Kapiteln von Auswertung schreibe, dann meine ich nur die Analyse bestimmter Werte, die uns die aktuellen Anzeigegeräte sowieso liefern. Für die meisten Hobbyathleten ist es meist gar nicht erforderlich, sich mit den komplexen grafischen Analysen und dem Importieren der Daten in aufwendigen Trainingsanalyse-Programmen zu beschäftigen. Welche gibt es und was bedeuten sie?

Aktuelle Radcomputer, wie z.B. die Garmin Edge-Serie, Computer von O-synce oder auch andere, bieten zahlreiche Datenfelder während der Aufzeichnung an und können diese darüber hinaus auch detailliert auswerten.

Für viele Athleten sind die wesentlichen Werte verwirrend oder sie haben bisher gar nicht Ihre einfache und oft sehr hilfreiche Funktion gekannt. Daher widmen wir uns in diesem Kapitel ein paar Werten, die bei der Leistungsmessung ermittelt werden und hilfreich sind.

Normalized Power, NP

Allen voran steht für mich der NP-Wert, der für Normalized Power steht. Ich selbst schaue bei den Auswertungen nach einer Trainingseinheit gar nicht auf den durchschnittlichen Wattwert der Einheit, sondern nur auf den NP-Wert.

Warum? Ganz einfach: er ist als Leistungswert aussagefähiger als der reine Watt-Durchschnittswert.

Der Unterschied ist schnell erklärt: Gleichmäßige Belastungen, wie das Zeitfahren oder Randonneursfahrten in der Ebene, sind physisch weitaus weniger belastend, als Kriterien oder ein Bergtraining mit Sprints. Der NP-Wert ist dank eines aufwändigen Algorithmus in der Lage die Einheit der Belastung entsprechend zu bewerten. Zwei weitere Werte helfen, die Einheit richtig einzuordnen um dementsprechend z.B. auch die Erholungszeit zu planen.

Intensity-Factor, IF

Der IF-Wert steht für den Intensity-Factor. Dieser Wert ergibt sich, wenn man den NP-Wert durch den FTP teilt (NP/FTP=IF). Typische IF Werte liegen je nach Dauer zwischen 0,75 und 1,15.

Hinweis: Ein IF-Wert von mehr als 1,0 bei einem einstündigen Rennen ist ein deutliches Indiz dafür, dass der FTP höher ist, als angenommen.

Training Stress Score, TSS

Erweitert man diese Werte nun noch um die Zeitdauer, erhältst Du den TSS-Wert (Training Stress Score). Auch diesen Wert zeigt dir ein moderner Radcomputer fertig berechnet an.

Hier gilt:

  • TSS ist kleiner als 150: geringe Belastung, die Erholung wird wahrscheinlich am nächsten Tag abgeschlossen sein
  • TSS zwischen 150 und 300: mittlere Belastung – ggf. Müdigkeit am nächsten Tag, die aber am zweiten Tag überwunden ist
  • TSS zwischen 300 und 450: hohe Belastung – ggf. Müdigkeit auch noch nach 2 Tagen
  • TSS ist größer als 450: sehr hohe Belastung – wahrscheinliche Müdigkeit für mehrere Tage

Mit diesen drei Werten kann man also zum einen die erbrachte Leistung sehr gut einschätzen, als auch eine daraus resultierende Erholungszeit ermitteln. Wertvolle Informationen, wie ich finde. Im nächsten Kapitel werden wir uns den unterschiedlichen, technischen System am Markt widmen und Dingen, auf die man besonders achten sollte. oder entdecke noch weitere spannende Themen rund um Wattmessung!

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CEO ACS Vertrieb GmbH
Querdenker. Autodidakt. Visionär. Seit über 2 Jahrzehnten vertreibt Roger mit seiner Firma ACS Vertrieb GmbH die Produkte namhafter Hersteller rund um den Triathlonsport und brachte bereits 1993 die ersten Energy-Gels auf den europäischen Markt. Dabei versucht er stets, nicht nur innovative Produkte zu entwickeln sondern diese auch seinen Kunden einfach und verständlich nahezubringen. Insbesondere die Themen rund um Sportlerernährung und Wattmessung liegen Roger sehr am Herzen bei TIME2TRI sorgt er daher für das Grundlagenwissen in diesem Bereich.

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