Rookie-Partner im Portrait: Anja Knapp

Hallo, ich bin Anja und starte seit einigen Jahren als Profi-Triathletin auf der Kurzdistanz. Ich bin gelernte Mikrotechnologin und habe ein großes Ziel: die Teilnahme an den olympi

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Geschrieben von Anja Knapp 29. April 2019

Hallo, ich bin Anja und starte seit einigen Jahren als Profi-Triathletin auf der Kurzdistanz. Ich bin gelernte Mikrotechnologin und habe ein großes Ziel: die Teilnahme an den olympischen Spielen 2020 in Tokio. Auf TIME2TRI berichte ich regelmäßig von meinem Weg dorthin. Ich bin am 11.09.1988 in Bad Urach, wenige Minuten nach meiner Zwillingsschwester Julia, geboren. Mein Bewegungsdrang war schon im Kindesalter fast nicht zu bändigen. Ich habe vieles ausprobiert, vom Skifahren über das Turnen, zum Schwimmen war alles dabei. Nach dem Schwimmkurs besuchte ich das Rettungsschwimmen der DLRG, bis mir das nicht mehr genügte und ich zum Triathlon der SG Dettingen/ Erms wechselte. 1997 begann alles mit einem Schnuppertriathlon im Triathlonverein der SG Dettingen/ Erms. Das Feuer für den Triathlonsport war entfacht.
KindertriathlonKindertriathlon
Mein damaliger Trainier Erich Jud, der mich heute noch betreut, erkannte mein Potenzial, forderte und fördert mich täglich aufs Neue. Die ersten nationalen Erfolge und die Berufung in den BaWü E-Kader 2002 und D-Kader 2003 liesen nicht lange auf sich warten. 2004 schaffte ich dann meinen sportlichen Durchbruch und qualifizierte mich für meine erste Junioren EM in Lausanne in der Schweiz (18.Platz).
"2004 schaffte ich dann meinen sportlichen Durchbruch und qualifizierte mich für meine erste Junioren EM in Lausanne, Schweiz."
Es folgte die Nominierung in den Nationalkader C- Kader. 2007 war mein letztes Junioren-Jahr in dem ich bei der EM Platz 7 und der WM Platz 9 erreichte und somit den Aufstieg in den B-Kader U23 schaffte. [caption id="attachment_11083" align="aligncenter" width="1400"]In den früheren Jahren... In den früheren Jahren...[/caption] 2008 – nach einem verletzungs- und / sturzreichen Jahr – entschloss ich mich beruflich abzusichern und begann eine Ausbildung zur Mikrotechnologin bei der Firma Bosch in Reutlingen. Mit dem richtigen „Timing“ und einem großzügigen Arbeitgeber war es hart aber machbar. Ende 2011 hatte ich meine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und einen Festvertrag in der Tasche.
"Ende 2011 hatte ich meine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und einen Festvertrag in der Tasche."
Anschließend an die Ausbildung konnte ich mich für ein Jahr freistellen lassen und war als Profi unterwegs. Nach einem erfolgreichen Jahr 2012 (3x Top 15 in der Serie) begann die Trainerzusammenarbeit mit meinem Heimtrainier Erich Jud und damaligen Bundestrainier Dan Lorang. In Madrid gelang es mir mich zum ersten mal in den Top 10 eines Serien Rennens zu platzieren. Es folgte der Team Europameiser Titel in Alanya. Beim größten Sporthighlight des Jahres in Hamburg schaffte ich erneut als Achte den Sprung in die Top 10 und wurde zusammen mit Anne Haug, Jan Frodeno und Franz Löschke Team Weltmeister! [caption id="attachment_11077" align="aligncenter" width="1400"]Voll fokussiert im Wettkampf Voll fokussiert im Wettkampf[/caption] 2014 war ich weiterhin zweigleisig unterwegs, d.h. während der Saison 10h/Woche arbeiten und nebenher Profi-Training sowie den Job fulltime in Saisonpausen. Das Fazit der Wettkämpfe war etwas ernüchternd, der einzige Lichtblick war Stockholm mit meiner ersten Top 6 Platzierung in einem WTS Rennen. Während der Saisonpause fiel dann auch die Entscheidung, dass ich mich zu 100% auf Rio 2016 vorbereiten möchte. Mein Arbeitgeber steht hinter mir und so durfte ich ab 2015 wieder als Profi unterwegs sein. [caption id="attachment_11079" align="aligncenter" width="1400"]Letzter Check vor dem Rennen Letzter Check vor dem Rennen beim Hamburg Wasser Triathlon 2018[/caption] Nach einer sowohl körperlichen schweren als auch psychisch anstrengenden olympischen Saison im Vorjahr, ging es 2017 in die nächste Runde. Über das Hin und Her in Sachen Rio de Janeiro und meine Streichung aus dem Olympia-Kader wurde bereits genügend gesprochen sowie viel berichtet und diskutiert. Es war nicht der erste Rückschlag in meiner Sportler-Karriere. Für mich heißt die Zukunft nach wie vor ganz klar: Kurzstrecke!
"Für mich heißt die Zukunft nach wie vor ganz klar: Kurzstrecke!"
Der Einstieg in die neue Wettkampsaison 2019 war definitiv anders geplant. Ich hatte bis Ende Januar ein bis dato optimales Trainingslager im Playitas Resort auf Fuerteventura, jedoch leider nur bis kurz vor Abreise. Bei meiner letzten harten Laufeinheit ereilte mich leider das Verletzungspech und ich zog mir einen Anriss im Oberschenkel zu, verbunden mit einer rund vierwöchigen Laufpause. Damit war auch klar, dass der erste Triathlon-Weltcup im südafrikanischen Kapstadt ohne mich stattfinden wird. Allerdings bestätigte sich meine Form aus dem Trainingslager, mit Platz 5 in Huelva beim ETU Triathlon European Cup & Iberoamerican Championships. Nun bin ich gespannt, was die restliche Saison noch bringt und freue mich weiterhin diesen Sport ausüben zu dürfen :) Eure Anja

Profi-Triathletin
Anja startet seit einigen Jahren als Profi-Triathletin auf der Kurzdistanz. Ihr Bewegungsdrang war schon im Kindesalter kaum zu bändigen, vor 20 Jahren entdeckte sie schließlich ihre Leidenschaft für den Triathlonsport, der sie bis heute nachgehen kann. Ihr großes Ziel: die Teilnahme an den olympischen Spielen. Auf TIME2TRI berichtet Anja regelmäßig von ihrem Weg dorthin.

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