Keine Macht dem Weihnachtsspeck: TRI Sessions mit Lubos Bilek


Unsere #trickortri Sessions zu Halloween waren ein voller Erfolg. Die meistgestellte Frage auf unseren Kanälen in den letzten Wochen war: wird es noch mehr Programme zum Nachtrainieren geben? Auf diese Frage kann es nur eine Antwort geben: ja, wird es!

Ein kleiner Spoiler sei erlaubt: wir arbeiten mit Hochdruck an einem tollen Projekt, das im neuen Jahr live gehen wird. Für alle, die nicht so lange warten wollen – oder auch diejenigen, die so langsam genügend Wiederholungen bei unseren #trickortri-Einheiten eingelegt haben, haben wir bis dahin etwas ganz besonderes: die Tri-Sessions mit niemand geringerem als Lubos Bilek.

In drei aufeinander folgenden Sets hat Lubos für euch jeweils eine swim, eine bike und eine run – Session vorbereitet, mit denen ihr euch so richtig auspowern und der Plätzchen- und Stollenzeit den Kampf ansagen könnt.

Jedes Set wird auf unseren Social Media Kanälen veröffentlicht sowie taggleich auch in TIME2TRI live geschaltet, sodass ihr die Sets direkt in euren Trainingsplan übernehmen und einplanen könnt. Nach dem  Training könnt ihr dann mit unserem Soll-/Ist Vergleich ganz einfach nachschauen, wie nah ihr eurem Ziel gekommen seid.

Und falls ihr davon noch nicht genug habt: Lubos steht euch auch für eine komplette Saisonbetreuung auf höchstem Niveau zur Verfügung. Wie ein Training mit ihm aussieht, welche Prinzipien er verfolgt und wie ihr ihn buchen könnt? Wir haben ihn im Interview befragt.

Bild: Ingo Kutsche Sportfotografie
Bild: Ingo Kutsche Sportfotografie

Welche Philosophie verfolgst du beim Training deiner Athleten? Wie sieht eine klassische Trainingswoche bei dir aus?

Obwohl ich nicht so alt bin, verfolge ich immer noch die klassische „alte Trainingslehre“ mit ein paar „Anpassungen“. Wenn sich das in Privat- und Berufsleben integrieren kann, dann probiere ich, 3:1:2:1 einzubauen. Das bedeutet, 3 Belastungstage, 1 Entlastungstag, 2 Belastungstage und wieder 1 Entlastungstag. Weiterhin probiere ich nach 3 Belastungswochen eine Entlastungswoche einzubauen. Aber es ist nicht so einfach, wie das aussieht. Das wichtigste bei meiner Planung für Hobbyathleten ist die Familie und der Beruf.

Wie sieht deine persönliche Planung für 2019 aus? Mit welchen Profi-Athleten gehst du ins Rennen und wie viele AK-Athleten betreust du? Hast du noch Kapazitäten frei?

Auch wenn in diesem Jahr ein paar Athleten weggegangen sind, habe ich immer einige auf der Warteliste gehabt. Im nächsten Jahr gehören zu meinen «Topprofis» Andi Böcherer, Ronnie Schildknecht, Maurice Clavel, Pieter Heemeryck, Richard Varga und Petra Kurikova. Dazu sind 3 «Nachwuchsathleten dabei» Markus Rolli, Tomas Renc und Ondrej Kubo. Dazu habe ich 25 Agegroupathleten. 2-3 Plätze hätte ich noch frei. (Anm. d. Red.: ihr könnt Lubos direkt unter info@lb-training.com kontaktieren)

Pieter Heemeryck - Bild: Ingo Kutsche Sportfotografie
Pieter Heemeryck – Bild: Ingo Kutsche Sportfotografie

Wie wichtig ist dir der persönliche Kontakt zu deinen Athleten? Wie viel Prozent am Erfolg, verglichen zur reinen Trainingsplanung, macht der persönliche Austausch aus?

Persönlich ist es nicht immer einfach, aber mit allen Möglichkeiten, die wir heutzutage haben (Telefon, Internet), geht alles einfacher. Dieser Austausch ist für die Trainingssteuerung und Erfolg am wichtigsten.

Viele Triathleten steigen zur Zeit langsam wieder in die Saisonvorbereitung für 2019 ein. Was darf für dich gerade im Wintertraining nicht fehlen?

Winter ist die Jahreszeit, in der man noch an Änderungen arbeiten kann. Hauptsächlich, was Technik betrifft (Schwimmen, Laufen). Bei mir ist ein wichtiger Teil der Wintervorbereitung der Ski-Langlauf. Ich mache seit 11 Jahren in Tschechien ein Langlaufcamp. Oder sagen wir es so: ich verkaufe es als Langlaufcamp, das hört sich sehr schön an. Dass wir aber 2mal am Tag schwimmen, weil wir direkt im Hotel ein Schwimmbad 25m haben, das sage ich vorher keinem. Schwimmen ist nicht so lustig wie das Langlaufen. 😉

„Hawaii ist ein super Wettkampf aber die Familie ist immer wichtiger!“

Welches sind die drei häufigsten Fehler, die dir im Alltag als Triathlon Coach bei deinen oder auch anderen Athleten begegnen?

1.Die Leute wollen zu früh zu viel. Der Körper ist keine Maschine, er braucht Zeit sich anzupassen. 2. Viele denken, dass das Material am wichtigsten ist. Ich würde empfehlen, hauptsächlich am Anfang der sportlichen Karriere, anstatt ein Fahrrad für 10000 Euro zu kaufen, lieber ein normales (trotzdem sehr gutes) Rad für 4000€ zu nehmen und die restlichen 6000€ lieber in einen Schwimmtrainer (und auch Physiotherapie) zu investieren. 3. und aus meiner Sicht am wichtigsten: viele vernachlässigen die Familie und den Job wegen dem Traum, nach Hawaii zu kommen. Hawaii ist ein super Wettkampf, es ist Mythos. Aber die Familie ist trotzdem viel wichtiger!!!

Trainierte 13 Jahre lang mit Lubos: Sebastian Kienle. Bild: Ingo Kutsche Sportfotografie
13 Jahre Seite an Seite mit Lubos: Sebastian Kienle. Bild: Ingo Kutsche Sportfotografie

Gerade Neueinsteiger sind oft mit der richtigen Kombination aus Schwimmen, Radfahren und Laufen überfordert. Ab welchem Level würdest du die Betreuung durch einen persönlichen Trainer empfehlen, wann reicht auch ein Rahmen-Trainingsplan?

Um ehrlich zu sein, eine persönliche Betreuung ist auf jedem Level besser als eine Internetbetreuung. Aber man darf die Individualität des Athleten nie vergessen. Es sind sehr viele Einzelgänger im Triathlon. Es sind viele Leute, die sehr komplizierte Arbeitsstrukturen haben. Mit einem Trainer musst du immer die Zeit ausmachen, wann du mit ihm trainieren gehst. Wenn du aber 10St im Büro bist, und die Möglichkeit hast, tagsüber ein bisschen frei zu machen, dass gehst du halt nur für dich 1 Stunde Laufen, ohne Trainer.

Welche Rolle spielt deiner Meinung nach die richtige Ernährung im Trainingsalltag und welche Ernährungsstrategie verfolgst du bei der Betreuung deiner Athleten?

Die Ernährung wird immer mehr und mehr diskutiert. Es kommen jedes Jahr neue Trends, wie man sich ernähren soll. Ich lasse meinen Athleten da sehr viel Freiheit. Wenn jemand Veganer ist, ist er das. Wenn jemand alles isst, dann ist es so. Obwohl mir Diktatur nicht fremd ist 😉 , befehle ich meinen Sportlern nicht, was sie essen sollen, sondern verlasse mich drauf, dass die Athleten selbst das beste im Sport erreichen wollen und dafür ihr bestes geben, auch was Ernährung betrifft. Sonst arbeite ich mit Caroline Rauscher zusammen – die beste Ernährungsberaterin, die ich kenne.

„ich verlasse mich darauf, dass die Athleten selbst das beste im Sport erreichen wollen und dafür ihr bestes geben“

Für die Saison 2019 gehst du zusammen mit TUI neue Wege in Sachen Trainingslager. Was genau bietest du für die neue Saison an und worauf können sich die Teilnehmer freuen?

Mit Ronnie Schildknecht machen wir 2019 ein Triathloncamp auf Mallorca. Es soll ein eher kleines Camp sein, mit max 30 Teilnehmern, so dass wir mehr auf die Individualität eingehen können. Wir haben ein sehr schönes Hotel, wo selbstverständlich das Training im Vordergrund steht, aber trotzdem bekommen die Leute auch ein bisschen Urlaubsfeeling.

Über Stephanie Päthe

Steffie ist die Frau für schöne Dinge. Weil sie gutes Design und das Besondere liebt, gestaltete sie ihren Trainingsplan bis zur Geburt von TIME2TRI mangels gefallender Trainingssoftware noch kreativ per Hand. Steffie macht Sport nicht nur aus Spaß an der Bewegung sondern auch, weil sie Herausforderungen liebt. Apropos: Unsere Kreative liebt das Abhaken von To-Do-Listen und gesundes Essen - ihre Schwachstelle ist allerdings der Ritter Sport-Fabrikverkauf...

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