Stark im Kopf mit unserer neuen Autorin: Astrid Ecke


Wir freuen uns sehr, dass wir eine neue Autorin in unserem Team vorstellen dürfen: Astrid Ecke wird unsere Knowledge Base in Zukunft um Artikel zum Thema „Mentaltraining“ erweitern.

Mentaltraining wurde vor einigen Jahren eher noch als Tabu-Thema gehandelt – niemand wollte offiziell zugeben, dass er mit einem Mentaltrainer zusammenarbeitet. Im Gegensatz dazu ist heute ganz offen bekannt, dass zum Beispiel unsere Fußball-Nationalmannschaft neben dem Training auf dem Rasen auch auf Sport im Kopf setzt. Damit ihr Astrid näher kennenlernt, stand sie uns in einem Interview Rede und Antwort.

Mentaltraining, Sportsbirne
Sportsbirne Astrid Ecke

Astrid, du bist studierte Übersetzerin und Master of Business Administration – wie kamst du dazu, die Ausbildung als Mentaltrainerin anzugreifen?

Astrid: Nun, da gab es zwei Faktoren, die mich zu der Mentaltrainerausbildung bewogen haben. Zum einen leidete ich jahrelang unter Wettkampfangst. Bei Tennisturnieren zitterte die Schlaghand und vor MTB-Wettkämpfen drosselte mein Magen meine Leistungsfähigkeit. Zum anderen reizte mich der Punkt, mittels Mentaltraining meine eigene Persönlichkeit zu entwickeln, Potenziale zu entfalten und zu wachsen.

Kurzum: ich war neugierig zu erfahren, wie ich Mentaltraining im Beruf, im Sport und Privat einsetzen kann.

Dass Mentaltraining bei „Klassikern“ wie z.B. Redeangst vor großem Publikum oder Angst vor Schwimmen in tiefem Wasser helfen kann, ist bekannt. Wo hilft Mentaltraining, auch wenn man es zunächst nicht vermutet?

Astrid: Mentaltraining passt in alle Bereiche des Lebens: Sport, Beziehung, Beruf, Persönlichkeitsentwicklung uvm. Gerade bei bedeutungsvollen, komplexen, vielleicht auch einmaligen Aufgaben mit ungewissem Ausgang kann Mentaltraining sehr viel bewirken. Auch in Trauerfällen konnte ich mit Mentaltraining beachtliche Erfolge erzielen.

Für mich persönlich vergeht kein Tag ohne Mentaltechniken. Vor allem zum Entstressen von Alltagssituationen setze ich Mentaltechniken ein.

Es heißt oft „du musst stark sein im Kopf“ – gestehe ich eine Schwäche ein, wenn ich zu einem Mentaltrainer gehe?

Astrid: Wer meiner Meinung nach ein Mentaltraining in Anspruch nimmt, der will wachsen, der will sich entwickeln, sich entfalten. Der will Dinge erreichen, die er bislang nicht erreicht hat. So etwas ist löblich.

Wie läuft so ein Training bei dir ganz grob ab?

Astrid: Das ist eine kurze Frage, die einer komplexen Antwort bedarf.

Ganz kurz: individuell.

Etwas länger: Je nach Thematik, zur Verfügung gestellter Zeit, Art und Weise des Mentaltrainings (face-to-face oder online), Bereitschaft und „Funktionsweise“ des Klienten. Nicht alle Maßnahmen wirken bei allen gleich. Oder anders gesagt: bei (fast) jedem zieht etwas anderes. So ist die Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Mentaltraining, dass der Coach den Klienten kennt. Aus dem Nichts lassen sich keine Erfolgsmaßnahmen generieren. Dieses Kennenlernen geschieht bei mir während des Erstgesprächs, bei dem ich viele Fragen stelle zu den Rahmenbedingungen, dem Ziel usw. Anschließend erstelle ich ein Konzept, das zum Klienten und seinem Alltag passt. Trifft dieses auf Zustimmung, geht es los. Manchmal begleite ich meinen Klienten durch die problematische Situation, um die Technik live und im Geschehen zu vermitteln. Manchmal versetze ich den Klienten in die problematische Situation und lösen die Blockade, das Problem oder ändere seine Perspektive (je nach Fall). Sportler begleite ich teilweise während ihres Trainings, damit Techniken an Ort & Stelle geübt werden können.

Diejenigen, die ein Monatsabo bei mir haben, profitieren von meiner Online-Verfügbarkeit. Das hilft z.B. Rauchern in der Anfangsphase, verführerische Situationen mit meiner Online-Hilfe zu meistern. Ein Anruf genügt. Auch bei Trauerfällen hat sich die Hotline schon bewährt.

Es ist mir wichtig, dass der Klient schnell lernt, mittels geeigneter Mentaltechniken sich selbst zu helfen, wann immer es notwendig ist. Nur so erzielt er schnellstmöglich Erfolge und bleibt am Ball.

Jeder hat einen inneren Schweinehund – hast du einen Trick, diesen zu überwinden?

Astrid: Das ist eine interessante These. Hier lohnt es sich tiefer zu bohren. Was will der Schweinehund erreichen? Und was müsste geschehen, damit die Handlung angegangen wird?

Bei manchen reicht ein Anker, ich nenne den gern Power Button, der am Körper „installiert“ wird und für Motivation sorgt, um eine unliebsame Aufgabe in Angriff zu nehmen. Andere versetze ich in das Gefühl, lasse sie die Handlung mit all ihren Sinnen erleben, als würden sie dieser nachgehen. Bei einem reichte allein die Frage: ‚Wer hat die Macht, du oder der Schweinehund?‘

Was war dein bisher interessantester „Fall“?

Astrid: Mein interessantester Fall war ein Schwimmer aus der Schweiz, den ich per Skype gecoacht habe. Das war spannend, weil ich damals noch nicht wusste, ob es online klappt. Aber es funktionierte.

Auf welchen Artikel von dir können wir uns jetzt schon freuen?

Astrid: Ich habe diverse Themen auf Lager, bin auch offen für Anregungen. Als erstes würde ich mit einem Artikel zu den Grundlagen von Mentaltraining starten. Das mag erst einmal trocken klingen, doch darin wird deutlicher, was Mentaltraining leisten kann, wie es funktioniert und was dafür notwendig ist.

Danach möchte ich Themen wie „Bewegungsoptimierung mittels MT“, „MT nach Sportunfällen“, „MT-Techniken für den Alltag“ behandeln.

Weitere Informationen zu Astrid findet ihr auf ihrer Website http://sportsbirne.de und in TIME2TRI Branches – unserem Triathlon-Branchenverzeichnis https://sportsbirne.triathlonbranchen.de

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Stark im Kopf mit unserer neuen Autorin: Astrid Ecke
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Wir freuen uns sehr, dass wir eine neue Autorin in unserem Team vorstellen dürfen: Astrid Ecke wird in Zukunft um Artikel zum „Mentaltraining“ erweitern.
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TIME2TRI GmbH
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Über Sandra Schlichenmaier

Als Leistungssportlerin mag Sandra Abwechslung beim Sport und nutzt TIME2TRI, um Struktur in ihr Training zu bringen. Sandra ist die Disziplin in Person, aber wenn bei ihr morgens ein Nüchternlauf auf dem Plan steht, fällt er öfters mal auf dem Weg vom Bett zum Frühstückstisch dem Hunger zum Opfer. Da die Athletin in ihrer Karriere mit zahlreichen Trainern zusammen gearbeitet hat und selbst als Trainer aktiv ist, hält sie bei uns den Kontakt zu den Coaches.

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